Vier Schläge, dann geht's los - was auf dem Wasen noch läuft
Mit dem traditionellen Fassanstich hat das Cannstatter Volksfest begonnen. Was Besucher in den kommenden Tagen auf dem Wasen erwartet.
Stuttgart (dpa/lsw) - Mit vier kräftigen Schlägen hat Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) das erste Fass des diesjährigen Cannstatter Volksfests angestochen. Die traditionelle 17-Tage-Feier in Stuttgart auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt ist damit eröffnet. Den ersten Krug überreichte Nopper an Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU), die Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) vertrat. Umrahmt wurde die Eröffnungsfeier zum 179. Volksfest von Blaskapellen und Fanfarenzügen.
Großer Volksfestumzug am Sonntag
Der Fassanstich wurde wie jedes Jahr aus dem Festzelt in die anderen Zelte übertragen - als Startsignal, denn erst danach darf das Bier in den anderen sieben Zelten fließen.
Nächster Höhepunkt nach der Eröffnung wird am Sonntag der historische Volksfestumzug sein, bei dem Trachtengruppen, Musikkapellen und Bürgerwehren aus ganz Baden-Württemberg vom Cannstatter Kursaal durch die Straßen des Stadtteils zum Wasen ziehen. Nach Angaben der Veranstalter sind 3600 Menschen mit dabei, Zehntausende werden entlang der Strecke erwartet.
Auch das Hauptfest der Landwirtschaft beginnt
Bis zum 11. Oktober hoffen nun rund 240 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute auf dem Gelände am Neckar-Ufer auf gute Geschäfte. Im vergangenen Jahr kamen laut Veranstalter etwa 4,2 Millionen Besucherinnen und Besucher auf den Wasen. Wie viele es in diesem Jahr sein werden, dürfte auch stark vom Wetter abhängen - und von der Kauflaune.
Zudem muss sich das Volksfest den Wasen in diesem Jahr mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest teilen - nach Angaben der Organisatoren ist dies die größte Landwirtschaftsmesse Süddeutschlands. Sie öffnet fast zeitgleich ihre Pforten auf dem Wasengelände.
Auf knapp 130.000 Quadratmetern Fläche präsentieren sich dort von Sonntag (27. September) bis zum 4. Oktober Hunderte von Ausstellern, es gibt eine Sonderschau zur modernen Kälberhaltung und Zelte mit Hunderten von Tieren. Das Hauptfest findet alle vier Jahre statt, die Veranstalter sprechen dann beim Volksfest wegen der kleineren Feierfläche vom «kleinen Wasen».