Umwelt

Wälder im hessischen Staatswald werden Naturschutzgebiet

Wiesbaden (dpa/lhe) - In Hessen werden 34 ausgewählte Wälder im Staatswald für den dauerhaften Schutz als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Bei 21 Flächen sei dies bisher rechtskräftig geschehen, weitere acht sollen im Frühjahr folgen. Das teilte das Umweltministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Zudem werden einzelne ausgewählte Waldflächen aus der Nutzung genommen. Damit wolle man die biologische Vielfalt stärken und für seltene sowie gefährdete Tiere mehr Lebensraum in älteren Wäldern schaffen.

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«Wie wir unsere Wälder bewirtschaften ist relevant für viele Zukunftsfragen unseres Landes», sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Dabei sei entscheidend, dass es neben Flächen für eine nachhaltige Holzernte auch Gebiete gibt, in denen keine Eingriffe mehr stattfänden und sich die Natur frei entfalten könne.

Die Ausweisung von Waldflächen ohne Holzfällungen seien gerade im Klimawandel besonders wichtig, sagte Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Hessen. Dort könne ein geschlossenes Kronendach erhalten werden, das den Wald vor Austrocknung und weiterem Baumsterben schütze. Zudem werde nur in diesen Wäldern Lebensräume für seltene Arten geschaffen, da die Bäume sonst zu früh gefällt würden.