Winfried Kretschmann erhält «Gasthörerschaft auf Lebenszeit»
Nicht nur dem ehemaligen Ministerpräsidenten wird das Privileg zuteil. Um welche Universität es sich handelt und warum das für Kretschmann eine besondere Bedeutung hat.
Stuttgart (dpa/lsw) - Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde Kretschmann haben eine «Gasthörerschaft auf Lebenszeit» an der Universität Hohenheim in Stuttgart bekommen. Nach Angaben der Hochschule bedeutet das, dass der 78-Jährige und seine 79-jährige Ehefrau lebenslang Veranstaltungen der Uni besuchen dürfen. Die Urkunden seien am Freitag zum 250-jährigen Bestehen der Hohenheimer Gärten überreicht worden.
Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte den Wunsch geäußert, im Ruhestand Veranstaltungen in Hohenheim besuchen zu wollen. «Eine normale Einladung wäre angesichts seiner besonderen Verbundenheit mit Hohenheim ein bisschen wenig. Deshalb machen wir daraus eine Einladung fürs Leben, für ihn und seine Frau», sagte der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Christoph Schneider, laut Mitteilung. «Wenn schon, denn schon.»
Kretschmanns Hohenheimer Vergangenheit
Winfried Kretschmann hatte von 1970 bis 1975 an der Universität Biologie und Chemie auf Lehramt studiert. Für ihn sei Hohenheim mit vielen Erinnerungen verbunden, sagte der Ex-Ministerpräsident demzufolge. Gerade als Biologe seien die Gärten für ihn immer etwas Besonderes gewesen. «Dort kann man sich wunderbar erholen und gleichzeitig etwas lernen.»
Nach Angaben der Universität sind die Gärten mit über 30 Hektar und fast 8.000 Pflanzenarten eine der ältesten wissenschaftlichen Gartenanlagen Deutschlands. Neben der Erholung dienen sie vor allem der Lehre und Forschung, unter anderem zu Biodiversität und Klimawandel.