Soziales

Wohlfahrtsverbände fordern Reduzierung von Armut

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessischen Wohlfahrtsverbände haben die Politik in Hessen zu entschlossenem Vorgehen gegen Armut aufgefordert. Hessen habe unter den Flächenländern eine der schlechtesten Entwicklungen beim Thema Armut, sagte Liga-Vorstandsvorsitzender Carsten Tag der Deutschen Presse-Agentur. Über 18 Prozent der Menschen seien armutsgefährdet. Besonders Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit mehreren Kindern seien betroffen.

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Beispielsweise müsse das Angebot an Kita-Plätzen ausgebaut werden, damit Alleinerziehende berufstätig sein könnten. Hier könne die Armutsgefährdung mit vergleichsweise geringen Mitteln deutlich gesenkt werden, sagte Tag. Das Land müsse auch in den sozialen Wohnungsbau weitaus mehr investieren, forderte Tag. Die Bauunternehmen hätten ihre Aktivitäten wegen der gestiegenen Kosten mehr oder weniger gestoppt.

«Wir wünschen uns von der neuen Landesregierung eine klare Fokussierung auf die drängendsten Herausforderungen», sagte Tag. Jede Maßnahme trage zudem zum gesellschaftlichen Frieden bei. Vermögen sei in Hessen ungleich verteilt. «Da bedarf es eines Gegensteuerns», sagte der Liga-Chef.