Zahl der Erstsemester in Hessen rückläufig
Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Zahl der Erstsemester an Hessens staatlichen Hochschulen ist rückläufig. «Die Zahlen spiegeln einen bundesweiten Trend wider», heißt es in einer Antwort von Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Rolf Kahnt. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sei die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger an deutschen Hochschulen seit 2018 rückläufig. Dies liege daran, dass sich die Zahl der 17- bis 22-Jährigen verringere. Zudem seien wegen der Corona-Pandemie die Zahlen der ausländischen Studierenden zurückgegangen.
In Hessen fingen jeweils zum Wintersemester in den vergangenen zehn Jahren von 2013 bis 2022 insgesamt 288.360 Menschen mit einer schulischen Hochschulzugangsberechtigung ein Studium an einer staatlichen Hochschule an. Waren es zum Wintersemester 2013 noch 31 850, so lag die Zahl im vergangenen Jahr bei 24 242. Der Rückgang war über die Jahre der Antwort zufolge aber nicht kontinuierlich. Auch bei den Studienanfängern mit beruflicher Qualifikation oder besonderer Begabung gab es einen Rückgang. Lag die Zahl zwischen 2017 bis 2019 noch bei 500 oder höher, waren es im vergangenen Jahr 382.
Das Hessische Hochschulgesetz erlaubt auch eine Qualifikation zum Beispiel nach einer Meisterprüfung oder einem ähnlichen Abschluss. Auch besondere Talente werden gefördert. «Die Hochschule kann besonders begabten Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Prüfungen gestatten. Die Studienzeiten und dabei erbrachte Prüfungsleistungen werden auf Antrag anerkannt», heißt es im Paragrafen 54.
Zu den Verlierern der vergangenen Jahre zählen Studiengänge wie Germanistik, Elektrotechnik und die Rechtswissenschaft. Gewinner mit dem Höchsten Zugewinnen an Erstsemestern sind Informatik, Politologie oder Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen.