Bootsunglück

Mannheim: Zehn Ruderer stürzen in eiskalten Rhein - acht Menschen im Krankenhaus

Eiskalter Schreck auf dem Rhein: Zehn Menschen stürzen nach einem Unfall mit ihren Ruderbooten ins Wasser. Wie die Geretteten das Unglück überstanden haben.

Die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei übergaben die Geretteten dem Rettungsdienst. (Symbolbild) Foto: Markus Lenhardt/dpa
Die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei übergaben die Geretteten dem Rettungsdienst. (Symbolbild)

Mannheim (dpa/lsw) - Bei einem Unfall mit zwei Ruderbooten auf dem Rhein bei Mannheim sind zehn Menschen in das eiskalte Wasser gestürzt. Bei einer Wassertemperatur von 4,2 Grad erlitten mehrere der Ruderer Unterkühlungen, wie die Polizei mitteilte.

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Die Gruppe aus Speyer mit insgesamt 20 Ruderern im Alter zwischen 55 und 65 Jahren war auf dem Rhein unterwegs, als zwei Boote gegen 10.15 Uhr kenterten. Zehn der Sportler fielen dabei ins Wasser. Sie trugen Sportkleidung und Rettungswesten, nach ersten Erkenntnissen jedoch keine Neoprenanzüge, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Zeugen meldeten die Notsituation, woraufhin Feuerwehr und Polizei aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie ein Rettungshubschrauber des ADAC zum Einsatzort ausrückten.

Die übrigen Ruderer in den beiden nicht gekenterten Booten leisteten sofort Hilfe und unterstützten die Verunglückten dabei, das rechtsrheinische Ufer zu erreichen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich die Betroffenen bereits an Land retten können. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei brachten die Unterkühlten mit Booten zum nahegelegenen Strandbad, wo der Rettungsdienst wartete.

Zwei Menschen müssen über Nacht im Krankenhaus bleiben

Zunächst war von zehn Klinikbehandlungen die Rede. Nach aktuellen Polizeiangaben wurden schließlich acht Menschen in Krankenhäuser gebracht, zwei von ihnen mussten über Nacht stationär bleiben.

Die gekenterten Ruderboote sollten im Anschluss gesucht werden. Wie es zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Der Unfallort befindet sich in einer Kurve des Rheins, zudem führt der Fluss derzeit wenig Wasser und ist stark befahren. Auch auf der rheinland-pfälzischen Rheinseite waren Rettungskräfte im Einsatz. Die Polizei vermutet Wellengang durch vorbeifahrende Schiffe als Ursache für den Unfall. Die Wasserschutzpolizei Mannheim hat die Ermittlungen zum Vorfall aufgenommen.