Maschinenbau

Zeppelin zieht sichweitgehend aus Russland zurück

Friedrichshafen/Garching (dpa) - Der Zeppelin-Konzern erwartet in diesem Jahr weitere Belastungen durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine, aber keine katastrophalen Einbrüche. Der 24. Februar vergangenen Jahres habe eine Unternehmenskrise ausgelöst, sagte der Unternehmenschef Peter Gerstmann am Freitag. Bis dahin hatte der Konzern aus Friedrichshafen etwa 20 Prozent seines Umsatzes in Russland, Belarus und der Ukraine erwirtschaftet.

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Zeppelin vertreibt Bau- und Landmaschinen unter anderem der US-Marke Caterpillar. Zudem ist der Konzern im Anlagenbau tätig und bietet Antriebssysteme etwa für die Öl- und Gasindustrie.

Bis Jahresende wolle sich Zeppelin weitgehend aus Russland zurückziehen, sagte Gerstmann. Das Geschäft in Belarus sei aufgrund der Sanktionen eingestellt. In der Ukraine solle das Geschäft so lange wie möglich weitergeführt werden.

Für das vergangene Jahr meldete der Konzern trotz des Kriegs eine stabile Entwicklung. Der Umsatz stieg von rund 3,7 Milliarden auf 3,8 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern fiel von knapp 160 Millionen im Spitzenjahr 2021 auf 135 Millionen Euro. Das sei vergleichbar mit dem Niveau vor 2021.

Dass das Ergebnis deutlich besser ausfiel als befürchtet, führte Gerstmann einerseits auf einen verlaufenen Rückzug aus Russland zurück. Außerdem habe der Konzern andere Märkte, etwa die Vermietung von Baumaschinen, weiterentwickeln und andere Bereiche auf einem hohen Niveau halten können.

Die Konzernzentrale von Zeppelin liegt in Garching bei München, der juristische Sitz in Friedrichshafen.