Ein Toter bei Wohnhausbrand in Nordhessen geborgen
In einem Mehrfamilienhaus mit 38 Bewohnern bricht mitten in der Nacht ein Feuer aus. Für einen Menschen kommt die Hilfe der Rettungskräfte zu spät.
Witzenhausen (dpa) - Aus einem brennenden Mehrfamilienhaus in Witzenhausen in Nordhessen hat die Feuerwehr einen Mann tot geborgen. Ein weiterer Mensch erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in eine Klinik gebracht, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt wohnten demnach 38 Menschen in dem Haus.
Die Feuerwehr löschte den Brand, der sich insbesondere im Dachgeschoss voll ausgedehnt hatte. Dort fanden die Feuerwehrleute in einer Wohnung den Toten. Es handele sich «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» um den 55 Jahre alten Bewohner der Wohnung, die von dem Feuer betroffen war, so die Polizei. Endgültig stehe seine Identität aber noch nicht fest.
Wohl keine vorsätzliche Brandstiftung
Eine vorsätzliche Brandstiftung schließt die Polizei derzeit aus. Ermittlungen sollen jetzt den genauen Auslöser für das Feuer klären. Gemeldet wurde der Brand um kurz nach drei Uhr. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, sahen die Einsatzkräfte laut Mitteilung im Bereich des Dachgeschosses eine deutliche Rauchentwicklung und fliegende Funken. Wegen einzelner Glutnester war die Feuerwehr am Vormittag weiterhin im Einsatz.
Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Die anderen Wohnungen in dem Haus seien nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner wurden vorläufig in einem Bürgerhaus untergebracht. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 750.000 Euro.