Zwischen Gedenken und Glühwein: Die Highlights im November
Erst Stille, dann Laternenlicht, am Ende Glühweinluft – der November ist ein Monat zum Innehalten und zur Vorfreude. Was steht wann an?
Frankfurt (dpa/lhe) - Der Übergang vom gemütlichen Herbst in die Vorweihnachtszeit steht an. Der November in Hessen hat dafür viel zu bieten: erste Gedenktage und Momente der Ruhe, dann Laternen, Gänse und den Einklang auf die Weihnachtszeit.
Erst mal innehalten
Der November gilt als Trauermonat des Jahres und das hat seinen Grund. Gleich mehrere Gedenktage stehen an: Allerheiligen am 1. November, Allerseelen am 2. November, der Volkstrauertag und der Totensonntag.
Allerheiligen ist in Hessen kein gesetzlicher Feiertag, gehört aber zu den stillen Tagen. Deshalb kann es bei öffentlichen Veranstaltungen vereinzelt Einschränkungen geben. Am 1. November stehen die Heiligen im Mittelpunkt, einen Tag später, an Allerseelen, gedenkt die Kirche der Verstorbenen.
Der Volkstrauertag fällt auf den Sonntag zwei Wochen vor dem ersten Advent, also in diesem Jahr auf den 15. November. Er ist ebenfalls ein stiller Tag und ein staatlicher Gedenktag, der in ganz Deutschland begangen wird. Seit 1952 erinnert er an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Totensonntag am 22. November schließt die Reihe am Sonntag vor dem ersten Advent ab.
Neben dem Gedenken an die Verstorbenen wird im November auch an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung erinnert. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten im gesamten Deutschen Reich Synagogen. In der sogenannten Pogromnacht gab es auch in Hessen gewalttätige Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung. Tausende Jüdinnen und Juden in Deutschland wurden misshandelt, verhaftet oder getötet.
Jüdische Akademie eröffnet
Ein Signal soll am 2. November die Eröffnung der Jüdischen Akademie in Frankfurt setzen. Es ist die erste überregionale, nicht-universitäre jüdische Bildungseinrichtung in Deutschland seit der Schoah, wie der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, ankündigte. Zum Festakt hat sich unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angekündigt.
«Ziel ist unter anderem, die jüdische Stimme zu gesamtgesellschaftlichen Themen besser hörbar zu machen», erklärte Schuster. Zuletzt sei der Zentralrat dann gefragt worden, wenn es um antisemitische Vorfälle gegangen sei. Das sei natürlich richtig und wichtig. Aber: «Judentum ist mehr als Verfolgung.»
Vom Abschied zur Vorfreude
Neben vielen ernsten Themen hat der November aber auch freudige Momente zu bieten. «Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir»: Am 11. November ziehen in vielen Orten Kinder mit Laternen durch die Straßen.
Die Gans gehört zu Sankt Martin wie das Licht zur Laterne. Der Tag markierte früher den Beginn der Adventszeit und wurde als offizielle Verabschiedung des Sommers angesehen.
Schnäppchen, Lichter und Glühwein
Und dann geht es los: Am 27. November beginnt mit dem Black Friday für viele der Weihnachtseinkauf. Der Einzelhandel lockt mit Rabatten. Der Black Friday hat seinen Ursprung in den USA. Der Tag nach Thanksgiving, dem vierten Donnerstag im November, gilt dort traditionell als Start des Weihnachtsgeschäfts.
Wer lieber über einen Markt schlendert, hat bald reichlich Auswahl. Denn im November öffnen die traditionellen Weihnachtsmärkte ihre Türen in Hessen:
- Darmstadt am 16. November
- Frankfurt startet am 23. November
- Der Kasseler Weihnachtsmarkt öffnet ebenfalls am 23. November
- Wiesbaden: Der Sternschnuppenmarkt beginnt am 24. November
Am 29. November ist dann offiziell der erste Advent. Die Weihnachtszeit beginnt, und die Lichter gehen an.