Gesundheit

Immer mehr Menschen im Rhein-Neckar-Kreis an Gürtelrose erkrankt

Die AOK Rhein-Neckar-Odenwald legt eine entsprechende Statistik vor. Was die ersten Anzeichen für die Krankheit sind und wer sich impfen lassen sollte.

Wer den Verdacht hat, an Gürtelrose erkrankt zu sein, sollte einen Arzt aufsuchen. Foto: Darko Stojanovic/Pixabay
Wer den Verdacht hat, an Gürtelrose erkrankt zu sein, sollte einen Arzt aufsuchen.

Bläschenartiger Hautausschlag mit juckenden Knötchen, Fieber und Abgeschlagenheit, dazu meist starke Schmerzen im betroffenen Bereich: Die Symptome einer Gürtelrosen-Entzündung sind alles andere als harmlos. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der von der Krankheit Betroffenen kontinuierlich angestiegen, wie aus einer aktuellen Statistik der AOK Baden-Württemberg hervorgeht.

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Impfung als Schutzfaktor

Im Bundesland Baden-Württemberg erhöhten sich die ärztlichen Behandlungen bei AOK-Versicherten von 33.734 im Jahr 2017 auf 35.750 im Jahr 2021. Der Rhein-Neckar-Kreis verzeichnet dabei eine moderate Zunahme der Gürtelrose-Erkrankungen: Die Anzahl der Erkrankungen stieg von 1330 im Jahr 2017 auf 1357 im Jahr 2021. „Die Impfung gegen Gürtelrose ist ein wesentlicher Schutzfaktor, besonders für Menschen über 60 und diejenigen, die ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben“, sagt Joachim Bader, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. „Für Menschen mit bestimmten Grundkrankheiten, wie Diabetes, rheumatoider Arthritis, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, COPD oder Asthma, gilt die Impfempfehlung ab dem 50. Lebensjahr.“

Die Kosten für eine zweimalige Impfung innerhalb von zwei bis sechs Monaten übernimmt die AOK. Gürtelrose, auch als Herpes Zoster bekannt, wird durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht, das auch Windpocken hervorruft. Gürtelrose wird durch eine Schmierinfektion weitergegeben. Eine Infektion tritt häufig auf, wenn das Virus nach einer überstandenen Windpockeninfektion bei einer Schwächung des Immunsystems reaktiviert wird und über die Nervenbahnen zur Haut gelangt.

Erste Anzeichen für eine Gürtelrose

Die Krankheit beginnt oft mit Fieber und Abgeschlagenheit, gefolgt von einem brennenden oder stechenden Schmerz und Hautrötungen mit kleinen Knötchen, die sich innerhalb weniger Stunden zu juckenden Bläschen entwickeln. Nach etwa fünf Tagen beginnen diese Bläschen zu trocknen und bilden eine gelbliche Kruste. Die gesamte Erkrankungsdauer beträgt in der Regel zwei bis vier Wochen. Joachim Bader rät dringend dazu, bei ersten Anzeichen einer Gürtelrose unverzüglich einen Arzt aufzusuchen: „Eine frühzeitige Behandlung kann chronische Schmerzen und Komplikationen verhindern“, betont er. Patienten mit Gürtelrose sind bereits bis zu zwei Tage vor Auftreten des Hautanschlags ansteckend und bleiben dies bis zum vollständigen Verkrusten aller Bläschen.