Weinheim

Schlosspark in Weinheim wird nachts zugesperrt

Nach wiederholten Fällen blinder Zerstörungswut verriegelt die Stadt bei Anbruch der Dunkelheit wieder den Park. Wie es nun weitergeht und ob weitere Maßnahmen folgen.

Wieder geschlossene Tore wie im Jahr 2020, als dieses Foto entstand: Besucher werden zu bestimmten Zeiten nicht mehr im Schlosspark flanieren können. Foto: Philipp Reimer
Wieder geschlossene Tore wie im Jahr 2020, als dieses Foto entstand: Besucher werden zu bestimmten Zeiten nicht mehr im Schlosspark flanieren können.

„Die Stadt Weinheim lässt sich Vandalismus und versuchte Einbrüche an den Schlossparktoiletten und am Gebäude nicht gefallen“, schreibt diese in einer Mitteilung. Die Konsequenz: Schon voraussichtlich ab der nächsten Woche werde der Schlosspark jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit wieder abgeschlossen und erst am nächsten Morgen um 7 Uhr wieder geöffnet.

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Das ist eine Stufe im Zuge eines Sicherheitskonzeptes, das Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just und Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner in Abstimmung mit der Grünflächenabteilung und der Stabsstelle Recht jetzt bekannt gegeben haben. Die Maßnahme sei die aktuell weitreichendste ohne eine Kollision mit dem Datenschutz befürchten zu müssen, so die juristische Einschätzung im Weinheimer Rathaus. Ein nächtliches Absperren des Parks habe bereits im Sommer gute Erfolge gebracht. Zu dieser Zeit sei der Park nachts unversehrt geblieben.

Maßnahme greift in paar Tagen

Die Maßnahme greift, wenn die Bürofenster am Grünflächenamt, die in der Woche vor Fasching mutwillig zertrümmert worden sind, durch Sicherheitsglas ersetzt werden konnten. Das dauert aber nur ein paar Tage. So lange wird der Schlosspark, wie schon in den vergangenen Tagen, durch einen Sicherheitsdienst kontrolliert und bewacht. Abgeschlossen werden dann bei Einbruch der Dunkelheit alle sieben Schlosspark-Eingänge. „Wir bedauern dies für Weinheimer, die den Schlosspark auch am Abend genießen. Aber die Vorfälle der letzten Wochen lassen uns keine Wahl“, so OB Just.

Darüber hinaus stehe die Verwaltung mit der Polizei in Kontakt, damit auch das Umfeld des Parks im Auge der Ordnungshüter behalten wird. Die Stadt werde wachsam bleiben, kündigte der Oberbürgermeister an und ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Mit dem nächtlichen Zutrittsverbot stellt die Stadt auch Weichen für weitere Maßnahmen, die strengen juristischen Auflagen unterliegen. Mit einem gewaltsamen Eindringen würden ungebetene Eindringlinge eine Straftat bestehen. Damit könne sich auch die juristische Einordnung einer technischen Überwachung verändern, so die Einschätzung im Rathaus.

Dies wiederum könnte dann der nächste Schritt sein, sollte dieser sich nicht vermeiden lassen. „Wir müssen und werden dafür sorgen“, so Just und Fetzner, „dass sich die Besucher des Schlossparks sicher fühlen.“