Weinheim

Tag des offenen Containers bei THAT’S WHYnheim

Der Weinheimer Verein präsentiert das Resultat seines Mitmachprojektes. Wie auf 28 Quadratmetern ein Heim für Anita und ihre Familie in Lettland entstand.

Der Tag des offenen Containers war ein Dankeschön an die vielen Helfer. Foto: Verein
Der Tag des offenen Containers war ein Dankeschön an die vielen Helfer.

Bereits zum zweiten Mal hat der Verein „THAT’S WHYnheim“ auf dem Weinheimer Stadionparkplatz einen alten Frachtcontainer in einen Wohnraum für eine bedürftige lettische Familie umgebaut. Vier Wochen lang haben viele engagierte ehrenamtliche Helfer aus Schulen und Weinheimer Unternehmen unter Anleitung des Vereins eine Küche, ein Schlafzimmer und ein Bad geschaffen. Jetzt waren die Bevölkerung und alle Helfer zum Tag des offenen Containers eingeladen, um den Abschluss dieses Projektes zu feiern. Auch Oberbürgermeister Manuel Just und Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner statteten dem Verein einen Besuch ab und waren beeindruckt vom Endresultat.

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Neun Menschen auf engstem Raum

An der Außenwand des Containers hängen Bilder von Anita mit ihren fünf Kindern und drei Enkelkindern in ihrem baufälligen Haus in der Nähe von Brankas, 40 Kilometer von Riga entfernt – neun Menschen auf engstem Raum. Man sieht die ärmlichen Verhältnisse, in denen diese Familie lebt: zwei kleine Zimmer, ein paar Küchenschränke ohne Spülbecken und ein Plumpsklo auf dem Hof. „Für viele kaum vorstellbar, dass es in Lettland noch so viel versteckte Armut gibt“, erklärt Tobias Henschke, Vorsitzender von „THAT’S WHYnheim“. Er hat das Land mehrfach bereist, kennt auch die Familien, die in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Global Aid Network (GAiN) unterstützt werden. So kam auch der Kontakt mit Anita zustande.

Blick in das Schlafzimmer. Foto: THATS WHYnheim
Blick in das Schlafzimmer.

„Das Projekt lebt von Spenden“, erklärt Henschke, „und von der Mithilfe der Bevölkerung.“ Weinheimer Unternehmen wie die Volksbank Kurpfalz, die Sanitär-Firma Kadel und die Stadtwerke Weinheim haben nicht nur Geld gespendet, sondern auch einen Teil ihrer Mitarbeiter geschickt, um den Verein mit ihrer Arbeitskraft zu unterstützen. Darüber hinaus gab es noch viele weitere Firmen und Weinheimer Bürger, die mit Sachspenden und Geldspenden das Projekt mitfinanzierten.

Und auch Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und des Kurpfalz-Gymnasiums Schriesheim waren dieses Jahr wieder an dem Umbau beteiligt und haben mit ihrem Engagement gezeigt, dass sie etwas bewegen wollen.

Dem Verein „THAT’S WHYnheim“ liegt es am Herzen, mit solchen Projekten nicht nur einer Familie zu helfen, sondern Menschen in und um Weinheim zu involvieren, ihnen eine Möglichkeit zu bieten, sich handwerklich zu betätigen, und ihren Blick für die Nöte in der Welt zu schärfen. „Das ist auch dieses Mal geglückt“, resümiert Henschke.

600 Bananenkartons voller Hilfsgüter

Der Container wurde direkt nach der Feier mit über 600 Bananenkartons voller Hilfsgüter bestückt, die im Juni mit auf den Weg nach Lettland gehen und dort von einem Kooperationspartner von GAiN an bedürftige Menschen vor Ort verteilt werden. Ende Juli werden Anita und ihre Familie dann in den Container einziehen können. Das wird ihr Leben grundlegend verändern.

Aus dem alten Seecontainer wurde ein behagliches Zuhause für eine neunköpfige lettische Familie. Foto: Verein
Aus dem alten Seecontainer wurde ein behagliches Zuhause für eine neunköpfige lettische Familie.

Spenden sind willkommen

Der Verein nimmt auch weiterhin in der Sammelstelle (Fichtestraße 18) gut erhaltene Kleidung für bedürftige Menschen in ganz unterschiedlichen Projektländern entgegen und packt nach wie vor Lebensmittelpakete für die Ukraine. Immer samstags zwischen 10 und 12 Uhr können dort Kleiderspenden abgegeben werden.

Weitere Infos gibt es unter www.thats-whynheim.de; Kontoverbindung: THAT´S WHYnheim, IBAN DE78 6709 2300 0034 0226 15, Volksbank Kurpfalz