Weinheim

Warum die Trauung von Markus und Nadja für Lützelsachsen etwas ganz Besonderes war

Zum ersten Mal seit 50 Jahren dürfen in den Weinheimer Ortsteilen wieder standesamtliche Trauungen durchgeführt werden. Warum es praktisch aber nur in Lützelsachsen und Oberflockenbach geht.

Nadja Ostiadal und Markus Schmitt wurden am Samstag im Rathaus von Lützelsachsen standesamtlich getraut. Foto: Katrin Oeldorf
Nadja Ostiadal und Markus Schmitt wurden am Samstag im Rathaus von Lützelsachsen standesamtlich getraut.

Die Hochzeit als der schönste Tag im Leben? Für Markus Schmitt und Nadja Ostiadal war er das bestimmt. Am Samstag wurden die beiden im Rathaus von Lützelsachsen getraut. Doch dieser Tag war gleichzeitig ein Meilenstein in der Geschichte des Ortsteils. Denn eine standesamtliche Trauung, die hatte es dort seit 50 Jahren nicht mehr gegeben.

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"Nach der Eingemeindung der Ortsteile im Jahr 1973 durfte dort nicht mehr getraut werden", sagt Lützelsachsens Ortsvorsteherin Doris Falter, die die "Traumhochzeit" für das Saasemer Paar praktisch möglich gemacht hat. Immerhin stammt Markus Schmitt aus einer alteingesessenen Lützelsachsener Landwirtsfamilie und da passt es doch gut, dass er auch in seinem Heimatort "Ja" sagen konnte.

Nadja und Markus werden den Tag ihrer Trauung so schnell nicht vergessen. Er war auch ein Meilenstein in der Geschichte von Lützelsachsen. Foto: Katrin Oeldorf
Nadja und Markus werden den Tag ihrer Trauung so schnell nicht vergessen. Er war auch ein Meilenstein in der Geschichte von Lützelsachsen.

Wie das kam? "Oberbürgermeister Manuel Just hat schon vor einiger Zeit gefragt, ob man nicht auch in den Ortsteilen Trauungen durchführen könnte", sagt Falter. Die Leiterin des Standesamtes, Andrea Klawonn, fragte schließlich konkret bei den Ortsvorstehern nach, wer sich Trauungen in den Verwaltungsräumen vorstellen könnte. "Heide Maser aus Oberflockenbach und ich, wir haben uns gemeldet", sagt Doris Falter.

Sie selbst war übrigens auch eine ganz besondere Saasemer Braut. "Mein verstorbener Mann und ich, wir waren die ersten Lützelsachsener, die in der Kernstadt heiraten mussten", sagt sie. Doch nun schließt sich der Kreis und die Lützelsachsener können sich im Ort das Ja-Wort geben.