Berliner Eiswürfelproduzent schiebt wegen Hitze Überstunden
Es ist heiß und die Lust auf Frappé, kühle Limonade oder Aperol Spritz steigt. Ein Produkt ist dafür jetzt besonders gefragt und wird von einer Berliner Firma tonnenweise ausgeliefert.
Berlin (dpa) - Jan Püschels Telefon klingelt gerade sehr viel. Es ist heiß in Berlin und der Geschäftsführer hat etwas, das viele jetzt wollen: Eiswürfel. «Heute laufen alle Maschinen auf Hochtouren», sagt der 53-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Alle sieben Autos sind unterwegs und liefern aus. 13 Tonnen Eis werden hier heute produziert.» Eben sei noch eine kurzfristige Anfrage für den Abend reingekommen. Wenn das Wetter so bleibe, müssten er und sein Team sich auf viele Überstunden einstellen.
Püschels Firma «Iceman» beliefert alle, die Eiswürfel in größeren Mengen brauchen, also vor allem Clubs, Bars und Biergärten. Im Angebot gibt es eckige Eiswürfel, runde Eiswürfel und Eiswürfel in anderen Formen. Viele würden noch per Hand geschnitten, sagt Püschel.
Die Lagerhalle gehört zurzeit definitiv zu den kühlsten Orten Berlins: Das Thermometer zeigt minus 12 Grad. In einer Halle nebenan entstehe eine neue Produktion, in der die Eiswürfel automatisch zugeschnitten werden sollen.
«Der perfekte Sommer wäre einer mit gleichbleibenden Temperaturen.» Das Auf und Ab der Temperaturen, wie wir es gerade erleben, sei für sein Geschäft schwierig. Gastronomen könnten so nur schwer planen und er dadurch auch.
Zusätzlich zur Hitze ließen vor allem Trendgetränke wie Frappé oder Bubble Tea die Nachfrage nach Eiswürfeln schnell mal nach oben schnellen. «Das geht von Null auf Hundert, wenn es heiß wird.»