Festnahme und Verletzte an Gymnasium - Hinweise auf Amoklage
Zahlreiche Polizisten sind an einer Schule in Schongau in Oberbayern im Einsatz. Mehrere Menschen sind dort verletzt worden. Viele Fragen sind noch offen.
Schongau (dpa) - Nach einem Vorfall mit mehreren Verletzten und einer Festnahme an einem Gymnasium in Oberbayern deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin. Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei mit.
Wie viele Menschen wie schwer verletzt wurden, blieb zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach von einer einstelligen Zahl.
Anlaufstelle für Angehörige und Schüler bei Feuerwehr
Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium in Schongau im Einsatz sei. Zum Grund äußerten sich die Beamten zunächst nicht. Allerdings wurden die Menschen vor Ort aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.
Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.
In Bayern laufen die letzten Wochen des Schuljahres. Abiturienten haben bereits vor knapp zwei Wochen, am 26. Juni, ihre Zeugnisse erhalten, bei den restlichen Schülern steht dies am 31. Juli an.