Opfer des Nationalsozialismus

Fast 18.000 Euro Spenden nach Diebstahl von Stolpersteinen

Anfang der Woche sind in Zeitz (Sachsen-Anhalt) sämtliche Stolpersteine herausgerissen worden. Die Tat hatte zum Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel für Entsetzen gesorgt.

Nach dem Diebstahl aller zehn "Stolpersteine" in der Stadt Zeitz sind bereits Tausende Euro Spenden geflossen. (Archivbild) Foto: Sascha Lotz/dpa
Nach dem Diebstahl aller zehn "Stolpersteine" in der Stadt Zeitz sind bereits Tausende Euro Spenden geflossen. (Archivbild)

Zeitz (dpa) - Für die Neuverlegung von Stolpersteinen sind nach dem Diebstahl in der Stadt Zeitz (Sachsen-Anhalt) bereits Tausende Euro an Spenden geflossen. Wie der Burgenlandkreis mitteilte, sind bereits knapp 18.000 Euro auf das eingerichtete Spendenkonto überwiesen worden. Fast stündlich kämen neue Gelder dazu, sagte eine Sprecherin. Einige Menschen würden fünf Euro spenden, andere 500. Die Spenden kämen dazu aus ganz Deutschland, das zeige, wie sehr die Menschen der Diebstahl der Stolpersteine bewege. 

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Anfang der Woche wurde entdeckt, dass sämtliche zehn Stolpersteine in der Stadt herausgerissen und gestohlen wurden. Die goldfarbenen Steine sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Nach Angaben des Künstlers und Initiators des Stolpersteine-Projekts, Gunter Demnig, sind weltweit bisher rund 112.000 Stolpersteine verlegt worden, etwa 900 seien gestohlen worden. Die Steine sollen so bald wie möglich ersetzt werden.

Hinweise auf die bislang unbekannten Täter gibt es nach Polizeiangaben noch nicht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.