Brand in Kiewer Höhlenkloster durch russischen Beschuss
Die russische Armee feuerte wieder Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Schäden gab es an einem zum Weltkulturerbe zählenden Hauptheiligtum der ukrainischen und russischen orthodoxen Kirchen.
Kiew (dpa) - Infolge eines russischen Raketenangriffs auf Kiew ist die Hauptkirche des Unesco-geschützten Höhlenklosters in Brand geraten. «Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters», schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale auf dem Klostergelände.
Die russische Armee griff Kiew in der Nacht zum Montag mit Raketen an. In der Innenstadt waren zunächst knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach auch zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.