Polizei

Ärger beim Pizza-Lieferdienst: Inhaber erwischt Dieb

Die Polizei hatte in den vergangenen Tagen rund um Heidelberg alle Hände voll zu tun. Unter den Einsätzen war auch ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen auf der A656.

Foto: Marco Schilling

Wegen versuchten Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung in einer Pizzeria in Heidelberg-Kirchheim muss sich ein 28-Jähriger verantworten. Wie die Polizei schreibt, betrat der Mann am Dienstag um kurz nach 19 Uhr die Räume des Pizza-Lieferdienstes. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten sah der Mann, dass sich niemand im Raum aufhielt, und griff bei der Kasse über den Tresen - augenscheinlich, um etwas zu entwenden. Zufällig bemerkte dies der Restaurantbetreiber, der sich gerade in der Küche aufhielt.

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Als er den 28-Jährigen zur Rede stellte, kam es zu einem Streit, der darin mündete, dass der Dieb den 41-jährigen Besitzer mehrfach mit seinem Metallarmband ins Gesicht und auf den Hinterkopf schlug. Der Inhaber der Pizzeria wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei nahm den Angreifer vorläufig fest. Einem Zeugen gelang es, den 28-Jährigen bis zum Eintreffen der hinzugerufenen Polizei festzuhalten.

Siebenjähriger Junge von Auto angefahren

Am Mittwoch, gegen 14.40 Uhr kam es im Bruchhäuser Weg in Heidelberg zu einem Unfall zwischen einer Daimler-Benz-Fahrerin und einem Kind. Der siebenjährige Junge lief vermutlich von einem Spielplatz aus einem Ball hinterher und betrat hinter einem parkenden Fahrzeug die Straße. Die 43-jährige Autofahrerin, die nach eigenen Angaben in gemäßigtem Tempo in der 30er-Zone unterwegs war, versuchte noch zu bremsen, konnte einen Zusammenprall aber nicht mehr verhindern.

Der Junge wurde leichtverletzt in eine Klinik gebracht, so die Polizei. Der Verkehrsdienst Heidelberg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen. Da die 43-Jährige nicht über eine innerhalb der EU gültige Fahrerlaubnis verfügte, gelangt sie hierfür noch in einem gesonderten Verfahren zur Anzeige.

Mit Klappmesser bedroht

Am Donnerstagmorgen, um 3.20 Uhr, kam es in der Unteren Straße in Heidelberg zu einer Situation, bei der ein alkoholisierter 29 Jahre alter Mann zwei weiteren Männern im Alter von 38 und 37 Jahren mit einem gezückten Klappmesser gegenüber stand. Der 29-Jährige hatte zuvor bereits vor einer Gaststätte in der Unteren Straße mit mehreren Gästen einen verbalen Disput, welcher sich dann ein paar Meter weiter verlagerte. Der 38-Jährige und der 37-Jährige versuchten hierbei, wie die Polizei mitteilt, schlichtend einzugreifen und den 29-Jährigen auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Dies hatte zur Folge, dass der 29-Jährige sich nun den beiden Schlichtern widmete und sich bedrohlich vor den beiden Männern positionierte.

Daraufhin verständigten die beiden Männer über Notruf die Polizei. Die Polizeibeamten nahmen den 29-Jähren daraufhin widerstandslos fest. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Alkoholtest ergab einen Wert von über 1,4 Promille. Dem Mann wurde ein Platzverweis erteilt und das Messer einbehalten. Das Polizeirevier Heidelberg-Mitte ist auf der Suche nach weiteren Zeugen, welche Angaben zu dem geschilderten Vorfall machen können. Diese werden von den Beamten gebeten, sich unter der 06221/18570 zu melden.

Polizei auf Standstreifen überholt

Am Donnerstagmorgen, um 2.25 Uhr, staunte eine Zivilstreife der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg nicht schlecht, als sie aufgrund eines Einsatzes von Heidelberg nach Mannheim unterwegs war und auf der A656 von zwei Fahrzeugen auf dem Standstreifen überholt wurde. Der Zivilwagen, welcher zu dem Zeitpunkt gerade einen Sattelzug überholte, nahm die Verfolgung der Fahrzeuge, welche weit über 200 km/h fuhren, auf. In Höhe der Schleiermacherstraße in Mannheim wurden die Raser einer Kontrolle unterzogen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit und des Fahrverhaltens beider Autofahrer wurde mit der Staatsanwaltschaft Kontakt aufgenommen. Diese entschied, beide Fahrzeuge - einen BMW und einen Maserati - und beide Führerscheine zu beschlagnahmen. Bei den beiden Fahrern ergaben sich keine Hinweise auf eine Alkohol- oder Betäubungsmittelbeeinflussung. Sie erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Weitere Zeugen, die Hinweise zu den Fahrmanövern und sonstigem Verhalten der zwei Rennfahrer geben können, werden von der Polizei gebeten, sich unter 0621/174-3310 zu melden.