"Cold Case Frieda"

Einhausen: Zahlreiche Hinweise zu totem Säugling bei „Aktenzeichen XY“ – Mann gibt an, Finder zu sein

Während und nach der Sendung haben Ermittler zahlreiche Hinweise erhalten. Ebenfalls meldete sich ein Mann, der angab, das Baby im Jahr 1999 gefunden zu haben. Er war bis dato unbekannt.

Der Säugling trug ein weißes Unterhemd, einen weiß-gelben Strampelanzug und ein helles Mützchen. Foto: Polizeipräsidium Südhessen
Der Säugling trug ein weißes Unterhemd, einen weiß-gelben Strampelanzug und ein helles Mützchen.

Einhausen/Mainz. Während und nach der Ausstrahlung des Falls eines bei Einhausen gefundenen toten Säuglings in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ am Mittwochabend haben die Ermittler insgesamt 14 Hinweise erhalten. Den Hinweisen zu dem „Cold Case Frieda“ aus dem Jahr 1999 werde nachgegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ebenfalls habe sich ein Mann gemeldet, der angab, den Säugling damals gefunden und die Polizei informiert zu haben. Der Finder des Säuglings war bis dato unbekannt. Ob der Mann tatsächlich das Baby fand, war zunächst nicht bekannt.

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Am Mittwoch, 28. April 1999, gegen 11 Uhr hatte ein anonymer Anrufer die Rettungsleitstelle Bergstraße über den Fund eines toten Säuglings informiert. Diesen habe er in einem Waldstück am Parkplatz "Jägersburger Wald" der Autobahn 67 bei Einhausen in Richtung Süden in Plastiktüten aufgefunden. Der weibliche Säugling, der im Rahmen der wiederaufgenommenen Ermittlungen "Frieda" genannt wurde, war mit einem hellen Unterhemd, einem weiß-gelben Strampelanzug mit Comic-Motiven, einer hellen Mütze bekleidet und in eine weiße Decke mit Tiermotiven eingewickelt. In einer der Plastiktüten wurde ein Kassenbeleg sichergestellt, der einen Einkauf im Januar 1999 bei der Karstadt-Filiale in Offenburg dokumentiert.

Frieda" war nur circa zwei Tage alt, sie wurde vermutlich erstickt. Zeugen gaben an, dass sich in den späten Abendstunden des 27. Aprils und am frühen Morgen des 28. Aprils eine junge Frau an der Raststätte Lorsch an der Autobahn 67 aufgehalten habe, die durch ihr unerklärliches Verhalten aufgefallen sei. Die Ermittlungen ergaben, dass sie nach Kaiserslautern habe reisen wollen und schließlich den Bahnhof in Ludwigshafen aufgesucht habe. Dort verliert sich ihre Spur. Ob sie mit dem Säugling in Verbindung steht, konnte bis heute nicht geklärt werden.

Die Ermittlungen dauern an, weitere Hinweise werden unter der Rufnummer 06151 969 0 angenommen.