Kreis Bergstraße

Städte und Gemeinden unter Druck

Dreharbeiten für eine ZDF-Reportage zur Unterbringung von Flüchtlingen finden unter anderem auch in Lorsch statt. Sendetermin ist am Sonntag.

Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf bei der Besichtigung der Flüchtlingsunterkunft in Bürstadt. Foto: Berno Nix
Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf bei der Besichtigung der Flüchtlingsunterkunft in Bürstadt.

Bereits seit mehreren Jahren sind die Herausforderungen in den Städten und Gemeinden groß. Die Zahl der Flüchtlinge ist weiter konstant hoch. Nicht nur aus den afrikanischen Ländern sind Menschen auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort, sondern auch aus Ländern wie Syrien oder Afghanistan und seit 2022 auch viele Menschen aus der Ukraine.

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Impressum

Für eine Dokumentation des ZDF war im Januar ein Reportageteam mit dem hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf unterwegs, als sich dieser über die Lorscher Situation zur Unterbringung von Flüchtlingen und Schaffung von Kita-Plätzen beim zuständigen Fachbereichsleiter Ralf Kleisinger informierte, erklärt die Stadt Lorsch in einer Pressemitteilung. Die Dokumentation trägt demnach den Namen „Gemeinden unter Druck – Wohin mit den Flüchtlingen“. Die TV-Ausstrahlung ist am Sonntag, 10. März, um 18 Uhr im ZDF zu sehen.

Situation im Kreis

Neben der Situation der Flüchtlinge in Lorsch wird auch die Situation im Kreis Bergstraße näher beleuchtet. Vor allem die Unterbringung der Flüchtlinge wird zunehmend zum Problem. Aber auch Integrationsmaßnahmen gehören zu den täglichen Aufgaben der Kommunen. Denn es müssen unter anderem ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung stehen und Angebote für Sprachkurse organisiert werden. Eine „Mammutaufgabe“ für jede Kommune, aber auch für ihre Bürger, heißt es in der Pressemitteilung.

„Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Stadt und Bürgerschaft sind hier gemeinsam gefordert, den Herausforderungen zu begegnen und Lösungen zu suchen, wie die Bewältigung dieser Aufgabe gelingen kann“, erläutert der Lorscher Bürgermeister Christian Schönung die aktuelle Situation.

Mehr Grenzkontrollen

Auch wenn die Zahl der Flüchtlinge in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres im Vergleich zu den Monaten zuvor zurückgegangen ist, kann für Schimpf von Entspannung keine Rede sein. Im Morgenmagazin sagte er über die aktuelle Lage im Kreis Bergstraße: „Sie sind alle oder größtenteils in Provisorien untergebracht, aus diesen müssen sie natürlich auch raus. Wenn aber jede Woche weitere Menschen kommen, dann ist klar ersichtlich, dass wir immer noch an der Grenze oder teilweise schon darüber hinaus sind.“ Wichtig sei es, zu „agieren, statt zu reagieren“. Das heiße: mobile und stationäre Grenzkontrollen fortsetzen und ausweiten, Verfahren auch an der Außengrenze direkt betreiben und dort Rückführungen organisieren sowie mithilfe einer Bezahlkarte einen der Pull-Faktoren abschaffen.

Die TV-Dokumentation „Gemeinden unter Druck – Wohin mit den Flüchtlingen“ ist am 10. März um 18 Uhr im ZDF zu sehen. Neben der Situation der Flüchtlinge in Lorsch wird dort auch die Situation im Kreis Bergstraße näher beleuchtet.