Verkehr

Ab Montag wird es enger zwischen Birkenau und Mörlenbach

Arbeiten an Baustraße für die B38a wirken sich auf den Verkehr aus. Und was hat es mit den orangefarbenen Röhren auf sich?

Die orangefarbenen Säulen an der B 38 fallen auf. Es handelt sich um Messpunkte für die Bauwerke der Umgehungsstraße. Foto: Marco Schilling
Die orangefarbenen Säulen an der B 38 fallen auf. Es handelt sich um Messpunkte für die Bauwerke der Umgehungsstraße.

Am Montag startet die nächste Phase beim Bau der Umgehungsstraße (B 38a) um Mörlenbach. Und der wird sich auch auf den Verkehr auf der Bundesstraße zwischen Reisen und Mörlenbach auswirken. Aber zunächst einmal soll eine andere Frage geklärt werden: Was sind das eigentlich für Rohre, die seit geraumer Zeit den Straßenverlauf der B 38 „schmücken“?

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Bauwerke werden überwacht

Ab der Kreuzung vor Mörlenbach bis zur Kreuzung bei Reisen sind immer mal wieder orangefarbene Rohre zu sehen, die auf einem großen Fundament fußen und deren Funktion sich dem Laien zunächst nicht erschließt. Jochen Vogel von Hessen Mobil erklärt: „Dabei handelt es sich um Vermessungspunkte im Rahmen des Baus der B 38a.“

Die Rohre seien mit Beton gefüllt und stünden auf einem frostsicher gegründeten Fundament. Vogel erklärt weiter, dass auf den Oberseiten der Rohre noch Gewinde eingebohrt werden. So wird es möglich sein, Messgeräte aufzuschrauben und das Entstehen der Bauwerke immer von denselben Punkten aus zu überwachen. Diese Vermessungsfestpunkte werden laut Hessen Mobil beim Bau der beiden Talbrücken und der beiden Tunnel notwendig sein. Auch nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße werden die Brücken von diesen Punkten aus permanent überwacht werden.

Verschwenkungen und Ampeln

Am kommenden Montag, 9. Oktober, beginnen die Arbeiten an der Baustraße von der jetzigen Bundesstraße hinauf zur Mumbacher Höhe. Das hat Hessen Mobil am Donnerstag mitgeteilt. Diese werden voraussichtlich bis in den Sommer 2024 dauern. Die Baustraße verbindet die derzeitige B 38, entlang der geplanten Bauwerke Talbrücke Reisen und Tunnel Berkersklamm, mit der Panoramastraße. „Die temporäre Straße gewährleistet die Zufahrt der Baufahrzeuge zu den Baubereichen und wird abschnittsweise in Asphaltbauweise hergestellt“, erklärt die Straßen-und Verkehrsbehörde.

Zwei Fahrspuren mit einer Fahrbahnbreite von etwa 6 Metern werden von der Bundesstraße bis zur künftigen Baustelle für die Talbrücke führen. Bis zur Panoramastraße wird die Baustraße dann nur noch einspurig mit einer Fahrbahnbreite zwischen drei und vier Metern fortgeführt.

Die Fahrstreifen der Bundesstraße müssen aufgrund der Bauarbeiten zwischen der Einmündung Reisen und Mörlenbach verengt und verschwenkt werden. „Die Zu- und Ausfahrt der Baustraße, sowie der Baustelleinrichtungsflächen wird mithilfe einer provisorischen Baustellenampel signalisiert“, erklärt Hessen Mobil.

Fuß- und Radweg unterbrochen

Durch die Baustraße wird der Geh- und Radweg zwischen Reisen und Mörlenbach unterbrochen. Dieser wird während der Arbeiten kurz nach dem Knotenpunkt B 38 / L 3408 auf die nördliche Seite der Bundesstraße verlegt und auf Höhe des Hundeplatzes zunächst auf die B 38 und anschließend wieder auf den bestehenden Weg zurückgeführt. „Die Querung an der Bundesstraße wird ebenfalls mittels provisorischer Ampel signalisiert“, heißt es weiter.

Die Baustraße quert den Flusslauf der Weschnitz. Dort wird eine Behelfsbrücke hergestellt. Zudem wird der Mumbach im Baustellenbereich an zwei Abschnitten verrohrt. „Ein bestehender Durchlass im Zuge des Reisener Weges, nordöstlich des Baustellenbereichs, wird für den Baustellenverkehr verstärkt“, so Hessen Mobil. Zeitgleich mit der Baustraße wird die Dammschüttung für ein Widerlager der Talbrücke Reisen hergestellt. Die Kosten zur Herstellung der Baustraße belaufen sich laut der Behörde auf rund 2,3 Millionen Euro und werden vom Bund getragen