Volksfest

Kerwe Mörlenbach: Mehr Besucher als im Vorjahr

Bürgermeister Erik Kadesch bilanziert eine „generell sehr positive Stimmung“. Einziger Wermutstropfen: eine Körperverletzung in der Kerwe-Arena.

Am Kerwemontag ist „Unternehmertag“ mit Frühschoppen; auch Bürgermeister Erik Kadesch (links) ist dabei. Foto: Katrin Oeldorf
Am Kerwemontag ist „Unternehmertag“ mit Frühschoppen; auch Bürgermeister Erik Kadesch (links) ist dabei.

Ganz allmählich steuert die Kerwe auf ihr Ende zu: Der gestrige Frühschoppen stand ganz im Zeichen des „Unternehmertags“, den Bürgermeister Erik Kadesch mehr und mehr als gute Gelegenheit für die örtlichen Handwerks- und Gewerbebetriebe sieht, zusammenzukommen, sich zu vernetzen und dabei die Geselligkeit zu genießen.

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Die stand in den Festtagen ohnehin noch stärker im Mittelpunkt als im vergangenen Jahr: Fast bei allen Veranstaltungen hat der Rathauschef eine größere Resonanz ausgemacht als 2022, auch wenn er zugesteht, dass er das nicht in Zahlen ausdrücken kann, „weil wir generell keine Besucherzahlen erheben.“

Doch schon beim Auftakt, dem „kleinen Festzug“ am Freitag, waren viele Mörlenbacher und Besucher von auswärts unterwegs, und die Gemeinde-Honoratioren bekamen Besuch von Bundes- und Landespolitikern, außerdem von Bürgermeistern aus der Region wie Volker Oehlenschläger aus Fürth oder Milan Mapplassary (Birkenau).

Publikum mag Drohnenshow

Stimmungsvoll der Fassbieranstich mit der Rede des Kerwe-Paars, gefolgt von der Drohnenshow. Als Feuerwerk-Ersatz war sie diesmal eine von Musik begleitete Neuerung beim Volksfest, die viel Publikum anzog.

„Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, die alle sehr begeistert waren“, sagt Kadesch. Am Samstag war er zunächst mit der Delegation aus der französischen Partnergemeinde Gondreville unterwegs, bevor sich am Abend noch die frisch eingetroffenen Gäste aus dem ungarischen Gardony-Agàrd dazu gesellten; für den Bürgermeister zählten diese Zusammenkünfte zu seinen persönlichen Favoriten, sagt er: „Die Gäste aus unseren befreundeten Gemeinden waren jetzt zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder dabei, und wir haben uns viel angesehen und viel erlebt.“

Kurz nach dem Gespräch mit der OZ hat er noch vor, die Besucher mit Geschenken zu verabschieden, zudem ist ein Treffen mit den einstigen Initiatoren der Jumelage vorgesehen. Der Sonntag verwöhnte die Festgemeinde zwar nicht unbedingt mit großartigem Wetter, doch ist Kadesch erleichtert, dass der Regen erst nach Beginn des Umzugs einsetzte: „Als die Menschen schon da waren.“

Anzeige bei der Polizei

Und so schnell auch nicht mehr gehen wollten: Teilweise säumten sie die Straßen in Dreier- und Viererreihen. Mancher durfte hier eine weitere Neuheit erleben: Der „Blasse Bertram“ alias Roland Junghans kommentierte den Zug. Zur Bilanz gehören aber auch die Schattenseiten, von denen er sagt: „Toi toi toi ist bis jetzt sehr wenig passiert.“ Mit Ausnahme einer Körperverletzung: In der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchte ein Mann in der Kerwe-Arena, eine Besucherin zu würgen. Die Frau zeigte den Vorfall an, bei dem auch Alkohol im Spiel war (weiterer Bericht folgt). Zu Taschendiebstählen kam es nicht, und auch von „Komasäufern“ ist Kadesch nichts bekannt.

Auch im Bereich Sicherheit gab es beim diesjährigen Fest eine Änderung. Vor einigen Jahren wurden nach einer Messerstecherei Rucksackkontrollen eingeführt. Doch diesmal sahen die Ordnungskräfte, die Ordnungspolizei und ein privates Sicherheitsunternehmen, davon ab. Er habe im Vorfeld Rücksprache mit der Polizei gehalten, erklärt Kadesch dazu. Ob mit oder ohne „Vorkontrolle“: Er sei mit der Arbeit der Security und der Polizei sehr zufrieden, sagt der Bürgermeister.

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