Maul- und Klauenseuche

Bergtierpark Erlenbach vorläufig geschlossen

Der Bergtierpark Erlenbach schließt vorübergehend seine Tore – eine drastische Maßnahme, um weiteren Ausbrüchen der hochansteckenden Maul- und Klauenseuche vorzubeugen

Seit 1988 gibt es wieder Fälle der Maul- und Klauenseuche in Deutschland. Die Krankheit ist hochinfektiös und kann drastische Folgen für ganze Tierbestände haben. Neben Rindern, Schafen und Ziegen können auch Lamas, Büffel sowie Zoo‐ und Wildtiere erkranken. Foto: Fritz Kopetzky
Seit 1988 gibt es wieder Fälle der Maul- und Klauenseuche in Deutschland. Die Krankheit ist hochinfektiös und kann drastische Folgen für ganze Tierbestände haben. Neben Rindern, Schafen und Ziegen können auch Lamas, Büffel sowie Zoo‐ und Wildtiere erkranken.

Der Bergtierpark Erlenbach schließt. Zumindest vorläufig. Hintergrund ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Deutschland. "Die Schließung erfolgt auf Empfehlung des Hessischen Landwirtschaftsministeriums, des Friedrich-Löffler-Instituts und in Absprache mit dem Veterinäramt", meldet der Bergtierpark. Ab dem 21. Januar bleibt der beliebte Bergtierpark bis auf Weiteres geschlossen.

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Erstmals seit 1988 gibt es wieder Fälle von Maul- und Klauenseuche in Deutschland. Nachdem am 10. Januar Wasserbüffel im brandenburgischen Kreis Märkisch-Oderland an der MKS erkrankt sind, sind Maßnahmen nötig, um weitere Ausbrüche zu verhindern. Die Krankheit ist hochinfektiös und von Tier zu Tier, aber auch durch Kontakt von Mensch auf Tier übertragbar. Die MKS betrifft alle Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Rot-, Reh- und Damwild, aber auch andere Klauentiere, wie Alpakas und Lamas können erkranken.

Für Menschen ist die MKS ungefährlich, für Tiere hat sie hingegen teils gravierende Auswirkungen. Ist in einem Betrieb auch nur ein Tier infiziert, wird vorsorglich der gesamte Bestand getötet, wie es beim Friedrich-Löffler-Institut (FLI) heißt. Um eine mögliche Übertragung zu verhindern, sind daher strenge Maßnahmen nötig, wie die vorläufige Schließung von Einrichtungen. Im speziellen Tierparks, in denen es direkten Mensch-zu-Tier-Kontakt gibt, wie im Bergtierpark Erlenbach.

Was sind die Symptome der MKS?

Neben hohem Fieber, Appetitlosigkeit und Apathie entwickeln sich typische Blasen am Maul und auf der Zunge sowie an den Klauen und den Zitzen. Viele Tiere zeigen Lahmheitserscheinungen oder können vor Schmerzen gar nicht mehr gehen, wie das FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, erläutert. Bei Schafen und Ziegen verläuft die Infektion hingegen meist unauffällig. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten. Eine frühe Erkennung und schnelles Handeln sind daher nötig, um die Seuche einzudämmen. Tierhalter werden dazu aufgefordert, verstärkt auf das Vorliegen von Symptomen der MKS zu achten und sich an die Meldepflicht der Seuche zu halten.