Geflüchteten-Unterbringung

Birkenau: Wohncontainer-Standort fertiggestellt

Es wurde Platz für maximal 30 Menschen geschaffen. Gemeinde hat Quote bereits übererfüllt.

Am Samstag konnte man den neuen Wohn-Container-Standort in Birkenau besichtigen. Foto: Ernst Lotz
Am Samstag konnte man den neuen Wohn-Container-Standort in Birkenau besichtigen.

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Birkenau. Einen Einblick in die Flüchtlingscontainer auf dem Gelände einer ehemaligen Spedition an der Hauptstraße 151 konnten sich die Bürger beim Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag machen. Auf dem Areal sind mit 24 Wohncontainern acht Wohnungen geschaffen worden, die jeweils vier Personen ein Dach über dem Kopf bieten. Maximal 30 Personen können nun an diesem Ort untergebracht werden. Die Gemeinde Birkenau sieht sich durch die Fertigstellung dieser Maßnahme für kommende Aufgaben gewappnet, die sie im Zuge der Direktzuweisung von Flüchtlingen durch den Kreis an die Kommunen erfüllen muss.

Rundgang durch die Unterkunft

Ein Rundgang durch eine dieser Wohnungen zeigte, dass in diesen Unterkünften das Augenmerk auf die Funktionalität und nur wenig auf den Komfort gelegt wurde. Ein gemeinsamer Schlafraum mit Metallbetten, Spinde zur Unterbringung von Hab und Gut, eine kleine Küche und eine Nasszelle mit Toilette und Dusche stehen den künftigen Bewohnern an diesem Ort zur Verfügung. Die Wohnungen bieten in Summe ein einfaches, aber auch ein anständiges Zuhause. Die Gemeinde habe dem für die Zuweisung zunächst zuständigen Kreis Bergstraße bereits die Fertigstellung des Areals gemeldet, erklärte Bürgermeister Milan Mapplassary. Mit Vertretern der gemeindlichen Gremien, dem Verwaltungsmitarbeiter Marco Sauer-Eisenhauer und Viola Hoffstätter und auch mit dem Vorsitzenden der Integrationskommission Nalihan Yeter machte er sich vor Ort einen Eindruck und beantwortete Fragen der Bürger.

161 Flüchtlinge sind derzeit in Birkenau untergebracht, über 90 Prozent der Zugewiesenen sind durch Anmietung von Wohnraum in Privatbesitz untergebracht. Dafür sei die Gemeinde den Wohnungseigentümern sehr dankbar, und dies sei ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von Bürgern, Verwaltung und Politik. Die Gemeinde habe dank dieses Zusammenspiels ihre Quote zur Unterbringung von Flüchtlingen derzeit übererfüllt und befinde sich mit der Inbetriebnahme dieses Wohncontainer-Standorts nun auch mittelfristig in einer soliden Situation. „Die Verwaltung kann sich nun wieder verstärkt anderen Prioritäten widmen“, sagte Mapplassary. (uf/tak)