Fürth

In Fürth herrscht Optimismus in Sachen Flüchtlimgs-Unterbringung

Laut Bürgermeister Volker Oehlenschläger reichen die geschaffenen Kapazitäten zumindest „bis weit in das kommende Jahr“. Aber die Belastung für die Verwaltung ist hoch. Deshalb gibt es eine neue Stelle und wohl eine Kooperation mit Mörlenbach.

Das Gelände beim ehemaligen HEAG-Gebäude an der Heppenheimer Straße ist einer von zwei möglichen Standorten für Wohncontainer. Allerdings will die Gemeinde zunächst die angemietete Wohnfläche belegen, von der erfreulich viel akquiriert werden konnte. Foto: Thomas Rittelmann In den Hopfengärten 2 68239 Mannheim
Das Gelände beim ehemaligen HEAG-Gebäude an der Heppenheimer Straße ist einer von zwei möglichen Standorten für Wohncontainer. Allerdings will die Gemeinde zunächst die angemietete Wohnfläche belegen, von der erfreulich viel akquiriert werden konnte.

Sollten sich keine dramatischen Veränderungen mehr ergeben, dann scheint die Gemeinde Fürth auf die Unterbringung geflüchteter Menschen in den kommenden Monaten gut vorbereitet. Bis weit ins nächste Jahr hinein, so die Einschätzung von Bürgermeister Volker Oehlenschläger, reichen die geschaffenen Kapazitäten, um den vom Kreis der Gemeinde zugewiesenen Kindern, Frauen und Männern menschenwürdige Quartiere bieten zu können. „Im besten Fall sogar komplett für ganz 2024.“

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Darüber informierte Oehlenschläger am Dienstag die Gemeindevertretung. Zur Erinnerung: Durch die seit Mai geltende Direktzuweisung von Flüchtlingen durch den Kreis rechnet Fürth mit 30 bis 40 Neuankömmlingen pro Quartal – solange es bei den Zuwanderungszahlen keine gravierenden Veränderungen gibt.

Wie berichtet hat die Gemeinde das ehemalige Katasteramts-Gebäude gekauft, um darin Flüchtlinge unterbringen zu können. In sechs weiteren angemieteten Wohnflächen ist die Belegung bereits erfolgt, insgesamt 29 Personen sind untergebracht. Da für vier andere Objekte Mietverträge vor der Unterzeichnung stehen und zehn weitere „in der Pipeline“ (Oehlenschläger) sind, scheint das Ziel, möglichst wenig Wohncontainer stellen zu müssen – geschweige denn öffentliche Räume zu belegen–, realistisch.

Verwaltung erheblich belastet

In Fürth gibt es zwei potenzielle Standorte für Wohncontainer: an der Heppenheimer Straße beim ehemaligen HEAG-Gebäude (Ortseingang aus Richtung Lörzenbach) und im Siemensring. Ende Juni/Anfang Juli werden die ersten mobilen Wohneinheiten geliefert.

Neben den zahlreichen Bürgern, die bereit sind, Wohnraum für diesen Zweck zu vermieten, hat auch die Verwaltung großen Anteil daran, dass die Direktzuweisung geflüchteter Menschen durch den Kreis bislang reibungslos erfolgt. Der federführende Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Soziales erhält Unterstützung aus allen anderen Abteilungen. „Das ist schon klasse, wie das läuft“, sagte Oehlenschläger – und erntete dafür Zustimmung aus den Fraktionen.

Die zusätzliche Arbeitsbelastung ist aber erheblich. Deshalb ist zum einen eine weitere Stelle geschaffen worden: Reinhard Löw ist im genannten Fachbereich jetzt für die Flüchtlingsbetreuung und -unterbringung zuständig. Er ist früherer Leiter der Erstaufnahmeeinrichtung des Odenwaldkreises. Angestrebt wird laut Oehlenschläger zum anderen eine Kooperation mit dem Standesamt der Mörlenbacher Verwaltung, „um den Mitarbeitern auch einmal Urlaub zu ermöglichen“, so der Bürgermeister. Noch zu organisieren sind nach seinen Worten die Hausmeistertätigkeiten in den angemieteten Wohnflächen. Auch für die Integrationsarbeit, ehren- oder hauptamtlich, mit den Neuankömmlingen werden noch Helfer gesucht. „Wer Interesse hat, bitte melden“, so Oehlenschläger am Dienstag. arn

Ansprechpartnerin ist Stefanie Stocker E-Mail