Grasellenbach

Cem Özdemir kommt nach Grasellenbach

Besuch des Bundeslandwirtschaftsministers im Überwald angekündigt.

Wird im Überwald erwartet: Cem Özdemir. Foto: Sedat Mehder
Wird im Überwald erwartet: Cem Özdemir.

In der Gemeinde Grasellenbach hat sich hoher Besuch angesagt. Wie Bürgermeister Markus Röth in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend bekannt gab, wird Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir am Montag, 31. Juli, in den Überwald kommen, um sich unter anderem über die Umsetzung der Leader-Projekte zu informieren.

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Röth gab außerdem einen Überblick über die die Entwicklung des Haushalts der Gemeinde Grasellenbach in diesem Jahr. Damit entsprach er der Vorgabe des Gesetzgebers, mehrmals jährlich einen Bericht über den Haushaltsvollzug vorzulegen. „Ich sehe glücklicherweise keinen Ansatz, dass wir in Schieflage geraten könnten“, lautete seine aktuelle Einschätzung.

Gewerbesteuer im Rahmen

So entwickeln sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in dem geplanten Rahmen. „Das sieht relativ gut aus“, kommentierte Röth. Bei den Grundsteuern A und B könne man fast eine Punktlandung vermelden, was auch für die Umsatzsteuer gelte. „Die veranschlagten Beträge sind hier relativ feststehend“, machte er deutlich, dass in diesen Bereichen keine Überraschungen zu erwarten seien. Bei der Zweitwohnungssteuer sei erstmals seit Jahren wieder eine Steigerung festzustellen, und zwar von 13 000 Euro auf 14 500 Euro, erklärte der Bürgermeister.

Thorsten Metz (CDU) sprach die für den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Gras-Ellenbach eingeplanten 250 000 Euro an. Röth machte deutlich, dass hier in diesem Jahr keine Ausgabe mehr zu erwarten sei. Die Gemeinde suche jetzt erst einmal einen Architekten und anschließend einen Bauunternehmer, dann könne das Vorhaben in Angriff genommen werden. Schließlich informierte er noch, dass die Baumaßnahme „Nibelungenring“ deutlich günstiger abgeschlossen werden konnte als geplant. „Wir liegen gut 112 000 Euro niedriger als der Ansatz“, unterstrich er.

Im Bericht aus dem Gemeindevorstand teilte er mit, dass die Gruppe „Wir sind Wahlen“ im Rahmen der Leader-Förderung die Naturstationen und den entsprechenden Weg in dem Ortsteil fertiggestellt hat. Die Einweihung findet am Donnerstag, 13. Juli, um 18 Uhr statt.

Die Abnahme der Erschließungsmaßnahme „Hard-Weihwesel“ ist in der vergangenen Woche erfolgt, so Röth weiter. Die Erschließungsverträge sind demnach alle unterzeichnet, der Verkauf der sechs Bauplätze steht nun an. Der Preis liegt bei 130 Euro pro Quadratmeter, was an der Hanglage liegt. „Man hat aber eine tolle Aussicht“, merkte er an.In der Gemeinde gibt es nur noch sechs außerhalb der Ortschaften liegende Anwesen, die noch nicht an den Abwasserkanal angeschlossen sind und derzeit noch eine Klärgrube haben. „Da haben wir schon viel gemacht“, merkte er an. Hier wird nun geprüft, ob auch sie an einen Sammler angeschlossen werden können, da die Gemeinde die Klärgruben überwachen muss. Das ist jedoch nicht einfach, weil teilweise längere Strecken überbrückt werden müssen. Mit den Eigentümern wird demnach entsprechend verhandelt.

Vollsperrung in der „Krummwies“

Im Baugebiet „Krummwies“ haben inzwischen die Bauarbeiten begonnen. Röth kündigte nun eine zweiwöchige Vollsperrung an, da die Kanäle und die Wasserleitung über die Rimbacher Straße verlegt werden müssen. Schließlich wies er noch auf die Überwälder Traumnacht am kommenden Samstag, 8. Juli, hin. Erstmals beteiligt sich auch das Gras-Ellenbacher Hirtenhaus an dem Event, das sich inzwischen als Trauzimmer etabliert hat. Hier werden Bücher über das Nibelungenlied präsentiert, die der ehemalige Bürgermeister Ruhr gesammelt hat. Diese Sammlung wurde von der Familie Samer übernommen, die der Gemeinde freundlicherweise ausreichend Exemplare zur Verfügung gestellt hat.