Bildung

Die MLS Rimbach präsentiert vielfältige Angebote

Beim Tag der offenen Tür bekommen Grundschüler und Eltern das breite Spektrum des Gymnasiums in Rimbach vor Augen geführt.

Wer wird Millionär? Das bekannte TC-Quiz ist auch beim Tag der offenen Tür an der Rimbacher Martin-Luther-Schule gespielt worden. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Wer wird Millionär? Das bekannte TC-Quiz ist auch beim Tag der offenen Tür an der Rimbacher Martin-Luther-Schule gespielt worden.

Großer Andrang herrschte beim Tag der offenen Tür an der Martin-Luther-Schule (MLS) in Rimbach. Die Bläserklasse hieß Eltern und Schüler in der Mensa willkommen. Im Anschluss begrüßte Schulleiterin Beate Wilhelm die Besucher: „Gehen Sie mit ihrem Kind durch das Gebäude, und schauen Sie, was es in seiner Schulzeit an der MLS lernen kann“, lud sie die Eltern ein. Die Erwachsenen und Kinder konnten neben Lehrkräften auch Schüler der sechsten Klasse nach ihren Erfahrungen fragen.

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Ob der Unterricht schwer ist, ob die Lehrer und die Klassenkameraden nett sind, das wollten die Grundschüler unter anderem wissen. Auch Sophie Kadel aus Birkenau besuchte mit Familie den Tag der offenen Tür an der MLS. „Die Schule gefällt mir gut“, urteilt sie. Sie kennt die MLS, denn ihre Schwester besucht die Schule. Sophie hat viel Spaß mit den physikalischen Experimenten von Physiklehrer Christian Brill. Er erklärte den Kindern die Reibungselektrizität: Erst mit einem Fell einen Stab reiben, bis es knistert, und dann die Glühbirne dranhalten. Die Birne leuchtet, so dass die Kinder sich auch ans große Modell trauen.

Im Biologiesaal wartete Horst Ehlers auf Eltern und Kinder. Unter dem Motto „Kleine Dinge ganz groß – dem Lebendigen auf der Spur“ sahen sich Grundschüler präparierte Gehörknöchelchen unter dem Mikroskop an. „Das sieht ja wie ein Steigbügel aus“, meinte ein Mädchen zu Horst Ehlers und wunderte sich über die feinen Knochen, die alle Menschen im Ohr haben. Ein Film zeigte Gelenke und Knochen eines menschlichen Skeletts in Bewegung.

In einer Ecke standen zwei Kunststoffskelette. Ein Junge schaute sie sich neugierig mit seinem Vater an. „Das ist die Bandscheibe, die mir manchmal wehtut.“ Zwei weitere Oberkörpermodelle zeigten die Organe im Inneren des Menschen. Die Schüler dürfen sie unter Aufsicht auseinander- und wieder zusammenbauen. „Ich finde den menschlichen Körper faszinierend“, meinte Louisa.

Kunst und Computer

Neben Biologie unterrichtet Horst Ehlers Sport. Im Gespräch mit Eltern erzählt er: „In der fünften Klasse steht Schwimmunterricht im Hallenbad in Weschnitz auf dem Stundenplan.“ Für die älteren Schüler steht jetzt die Skifreizeit in Südtirol an.

Sophie und ihre Eltern liefen mit dem Programm in der Hand durch die Schule. „Alles kann man sich gar nicht anschauen“, meinten sie. Für sie war es wichtig, einen Eindruck zu bekommen. In der Bibliothek konnten die Grundschüler ein Märchenquiz lösen. „Das ist Deutschunterricht, wie er mir gefällt“, meint Lisa. Sie hält einen Zettel in der Hand und hat alle Märchen erkannt. Der stellvertretende Schulleiter Frederik Weis spielte mit den großen und kleinen Besuchern „Wer wird Millionär?“, mit Fragen zur MLS wie „Welche Farben haben die Schließfächer für die Schüler?“.

Susanne Kopf-Römer vom Fachbereich Musik stellte das Konzept der Streicherklassen vor. Neugierige dürfen ihre Fähigkeit mit dem Bogen testen. Vorgestellt wurden auch die Bläserklasse und die Theater-AG der Unterstufe. Interessant für Grundschüler und Erwachsene war das Digitale Zeichnen mit einem Stift auf einem iPad. Kunstlehrer Gabriel Gruß erklärte die Gemälde seiner Schüler. „Wie muss es aussehen, damit der Schüler die Note Eins, Zwei oder Drei bekommt?“ Die Schüler vom Kunst-Leistungskurs haben in Rimbach Stromkästen mit Streetart bemalt oder Mode zum Thema „Krieg und Frieden“ gestaltet.

Für viele Eltern ist wichtig, dass ihre Kinder den Umgang mit Computern und den Digitalen Medien lernen. Unter der Überschrift: „Let’s code IT!“ dürfen Unterstufenschüler im Fachbereich Informatik mit CalliopeMini programmieren. Kenntnisse, die sie für die Roboter-AG und die Lego League brauchen.

Reibungsloser Übergang

Im Erdgeschoss beantwortete der Pädagogische Leiter der MLS, David Kratzer, Fragen der Eltern, unter anderem zum reibungslosen Wechsel von der Grundschule in die Unterstufe der MLS. Nach der Anmeldung werden die Kinder zu einem Schnuppertag eingeladen und können sich in Ruhe umschauen. Offizielle Einschulung ist nach den Sommerferien. Beim Willkommenstag erfolgt die Bekanntgabe der Klassen und der Klassenlehrer.

„Dann gewöhnen sich Schüler und Lehrer aneinander und lernen sich beim Erlebnistag besser kennen“, erklärte Kratzer. Am Sicherheitstag wird der Schulweg trainiert. Beim Methodentraining lernen die Fünftklässler verschiedene Lernstrategien kennen. Ihnen wird die Leseförderung, die Bibliothek und das Programm „Lesefuchs“, vorgestellt.

„Wichtig ist uns Lehrern die Medienerziehung“, so Kratzer. Die Neuen lernen den richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken: Was ist erlaubt und was nicht? Auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Die Fünftklässler gehen auf Klassenfahrt, dabei lernt man die Mitschüler kennen.

Wichtig ist den Eltern, dass ihre Kinder an der weiterführenden Schule gut aufgehoben sind und in einem sicheren Umfeld lernen können. Eine Mutter meint: „Mich überzeugt das Ganztagsangebot bis 15 Uhr mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung durch Lehrer und Förderangeboten.“ Neben Englisch können MLSler Französisch, Latein, Spanisch und Italienisch lernen.

Spannend fanden viele Grundschüler die 20 AGs, an denen sie teilnehmen können, beispielsweise Spurensuche im Bergtierpark in Erlenbach mit Förster im Ruhestand Jens Uwe Eder und Sabine Arras. Lara aus der sechsten Klasse meinte zu den Kindern: „Ihr werdet hier schnell im Schulalltag ankommen und neue Freunde finden, da bin ich mir sicher.“