Konzert

Ein Star der Hardrockszene rockt die Hall in Weiher

Rainbow-Sänger Ronnie Romero präsentiert sich in Weiher als Star ohne Allüren. In seinem Set huldigt er einem anderen großen Frontmann.

Die guten Kontakte von Betreiber Carsten Piwko machten es möglich: Mit Ronnie Romero stand eine absolute Größe der Rockszene auf der Bühne der Live Music Hall in Weiher. Foto: Fritz Kopetzky
Die guten Kontakte von Betreiber Carsten Piwko machten es möglich: Mit Ronnie Romero stand eine absolute Größe der Rockszene auf der Bühne der Live Music Hall in Weiher.

Die große Rockwelt im kleinen Weiher: Ausnahmesänger Ronnie Romero gab mit seiner Band ein Gastspiel in der Live Music Hall. Der 41-Jährige wurde so richtig bekannt, als ihn der ehemalige Deep-Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore vor ein paar Jahren ans Mikro seiner wieder ins Leben gerufenen Band Rainbow holte. Das war, nachdem Romero mit den spanischen „Lords of Black“ das erste Mal vor einigen Jahren in der Hall gastiert hatte.

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Als Betreiber Carsten Piwko über seine Kontakte zum Management die Chance bekam, ihn jetzt als Gig vor einem Schweizer Festival in den Odenwald zu holen, zögerte er nicht lange. Denn inzwischen ist der Sänger nach seiner Zusammenarbeit mit einigen Größen des Rockbusiness „eine Riesennummer“. Neben Rainbow singt der gebürtige Chilene auch für die Michael Schenker Group, CoreLeoni und die Supergroup Elegant Weapons. Dazu kommen noch weitere Engagements bei bekannten Rockmusikern.

Emotionale Hardrock-Zeitreise

Praktisch ausverkauft war die Location beim Konzert. Der Wahl-Rumäne war sehr gut drauf, wurde abgefeiert und präsentierte sich als Musiker zum Anfassen, der sich nach seinem eineinhalbstündigen Set nochmal so viel Zeit nahm, um für die Fans da zu sein, Autogramme zu schreiben und für Fotos zu posieren. „Ruhig und abgeklärt“, als Typ ohne Starallüren, erlebte ihn Piwko.

Die Fans der harten Töne füllten die Location im Mörlenbacher Ortsteil und erlebten einen Star ohne Allüren. Foto: Fritz Kopetzky
Die Fans der harten Töne füllten die Location im Mörlenbacher Ortsteil und erlebten einen Star ohne Allüren.

Im Programm hatte er einen Querschnitt seiner bisherigen Arbeit. Den unvergessenen Ronnie James Dio, einen der ganz Großen am Mikro, ließ er gleich sechs Mal hochleben – mit Songs von drei verschiedenen Formationen. In den Anfangsjahren prägte der leider schon verstorbene Sänger Ritchie Blackmores Rainbow. Das epische „Stargazer“ sowie die an die 50 Jahre alten „Kill The King“ und „Long Live Rock ’n’ Roll“ sorgten für eine Hardrock-Zeitreise, die den Fans Freudentränen in die Augen trieb. Ronnie James Dio hinterließ auch bei Black Sabbath seine Spuren. Mit „Neon Knights“ gab es ein Stück aus dieser Schaffensphase zu hören. Und dann hatte der Shouter noch seine eigene Band gleichen Namens, die ebenfalls ein paar Klassiker schuf. „Stand Up And Shout“ und „Rainbow In The Dark“ röhrte Romero ins Mikro, bestens unterstützt von seiner Band rumänischer Musiker.

Eigenes Material

Auf seinen Alben „Raised on Radio“ vor einem Jahr und „Raised on Heavy Radio“ finden sich solche Coverstücke. Romero hat aber auch Zeit für Soloprojekte. „Too many lies, too many masters“ heißt sein erstes Soloalbum mit Eigenkompositionen. Von dem gab es unter anderem „Castaway On The Moon“, „Chased By Shadows“ oder „Crossroad“ zu hören.

Romero und seine Bands spielten Songs seiner anderen Formationen, Covers und auch eigenes Material. Foto: Fritz Kopetzky
Romero und seine Bands spielten Songs seiner anderen Formationen, Covers und auch eigenes Material.

Kontakte machen sich bezahlt

Den Anheizer gab die Band „Vanish“ aus dem Stuttgarter Raum. Mit progressivem Power Metal heizten die Musiker dem Publikum ein, ehe Romero die Bühne enterte. Eine Riesenstimmung herrschte in der Live Music Hall zu diesem Anlass – für Carsten Piwko ein besonderes Erlebnis. „Meine Kontakte machen sich bezahlt“, wäre doch solch ein Konzert außerhalb der regulären Tour ohne diese nicht möglich gewesen.