Einblicke ins Ökosystem Wald
Erster Waldaktionstag für die Schüler der vierten Klassen nach dreijähriger Corona-Pause an der Ulfenbachtalschule.
Der Waldaktionstag an der Ulfenbachtalschule wurde vor 22 Jahren ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich zur Freude vieler Schüler statt. Durch die Corona-Pandemie musste er die vergangenen drei Jahre ausfallen. Umso größer waren die Spannung und Erwartungen bei Schülern, Eltern und den Klassenlehrerinnen Christina Speck und Ulrike Mathieu-Strauß in diesem Jahr. Wie bereits in den Jahren zuvor organisierte Julia Eberle in Zusammenarbeit mit Revierleiter Martin Quaschning und den Experten an den Stationen diesen spannenden und erlebnisreichen Vormittag.
Im Unterricht vorbereitet
Die Kinder der Klassen 4a und 4b wurden bereits im Sachkundeunterricht mit unterschiedlichen Naturthemen vertraut gemacht. Zwei Wochen vor dem Waldaktionstag durften sich die Schüler in sechs Gruppen einteilen und jede suchte sich ein Gruppentier aus. So wurden auf selbstgestalteten Holzanhängern Füchse, Wölfe, Igel, Haselmäuse, Rotmilane und Luchse gemalt und auch die engagierten Eltern, die als Gruppenführer die Kinder in den Wald begleiteten, bekamen einen Anhänger.
Nach einer kurzen Vorbesprechung machten sich die sechs Gruppen mit ihren Gruppenführern auf den Weg in das an die Schule angrenzende Waldgebiet. Jedes Team begann den erlebnisreichen Tag an einem anderen Standort und so konnten auf dem Rundweg abwechselnd alle Experten mit ihren Angeboten besucht werden. An den mit vielen Informationen und Anschauungsmaterialien liebevoll gestalteten Stationen erwarteten die Stationsleiter bereits die Schüler. So nahm Revierleiter Quaschning die Kinder mit zu den Bäumen, erklärte verschiedene Baumarten, wie man sie erkennt und anhand von Baumscheiben konnte das Alter der Bäume ausgerechnet werden. Kinder erzählten, dass ihnen die Station mit den Bäumen gut gefallen hat – „weil ich Bäume mag“ und „weil wir in den Wald zu den verschiedenen Bäumen gelaufen sind und am besten die Douglasie gerochen hat“.
„Vögel des Waldes“
Unter Leitung von Jürgen Sattler und Manfred Heisinger vom Vogelschutzbund Wahlen warteten bereits die „Vögel des Waldes“ auf die jungen Besucher. Anhand von Präparaten und Fotos lernten die staunenden Schüler viel über Kleiber, Eichelhäher und Co. Die Vogelstation machte allen Schülern viel Spaß. „Weil die ausgestopften Tiere und die Erzählungen spannend waren“, „weil ich dort viel gelernt habe und die Vögel aus der Nähe sehen konnte“ und „weil ich neue Vogelarten kennengelernt habe“, waren nur einige begeisterte Rückmeldungen.
Das „Ökosystem Wald“ mit Revierförster Stefan Assmann und das Thema „Holzwirtschaft“ mit Stationsleiter Hans-Peter Schmidt vom Forstamt Beerfelden waren weitere interessante und beeindruckende Themenschwerpunkte des Naturrundganges. An einer anderen Station konnten viele Präparate von Waldtieren bewundert und durch ein Fernrohr geschaut werden. Stationsleiter Knut Sauerbier und Markus Filler erzählten Wissenswertes zu den Tieren und der Jagd. „Am Waldaktionstag habe ich gelernt, dass der Wald wirklich sehr wichtig für uns Menschen und für die Tiere ist“, berichtete eine Schülerin.
50 Punkte zu erreichen
Nach viel informativen und interessanten Fachinformationen zu den Themengebieten wurden von den Stationsleitern Fragen gestellt, die die Gruppen beantworten sollten. Die Antworten der Schüler wurden von den Gruppenleitern dokumentiert. Insgesamt konnten 50 Punkte erreicht werden, an jeder Station zehn. Nachdem alle Beteiligten wieder gut an der Schule angekommen waren, wurden die einzelnen Gruppenpunkte ausgewertet und die Gruppensieger ermittelt.
Den ersten Platz belegten die „Haselmäuse“ mit 48 Punkten, dicht gefolgt von den „Luchsen“ mit 46 Punkten. Im Schulhof wurden die Preise für die beiden Siegerteams übergeben. Für die Kinder, die den ersten und zweiten Platz belegten, gab es einen Naturkundeführer. Alle Schüler bekamen eine Urkunde und durften sich noch etwas Süßes aussuchen. Auch den vielen Helfern und Ehrenamtlichen wurde für ihre Unterstützung gedankt, ohne die dieser erlebnisreiche und wunderschöne Tag in der Natur nicht hätte stattfinden können. So bekam jeder zum Dank noch eine süße Anerkennung überreicht. Am Ende waren sich alle einig: „Der Waldaktionstag war supertoll!“