Erstes und letztes Schulfest im Containergebäude der Steinachtal-Grundschule
Schüler, Lehrer und Gäste feiern das erste und letzte Schulfest in der Interimsschule, bevor es 2026 zurück nach Unter-Abtsteinach geht.
Abtsteinach. Mit einem „Tag der offenen Schultür“ lud die Steinachtal-Grundschule zum ersten und letzten Mal in ihre schön gestalteten Container mit buntem Programm nach Ober-Abtsteinach ein. Denn am eigentlichen Standort in Unter-Abtsteinach herrscht derzeit Großbaustelle.
Das zunächst als Volksschule im Jahr 1904 eingeweihte Gebäude wurde 1971 zur Steinachtal-Grundschule, bis im Jahr 2023 aufgrund steigender Schülerzahlen ein Neubau am historischen Gebäude beschlossen wurde und die Schüler und Lehrer seitdem in einer Interims-Container-Schule in Ober-Abtsteinach untergebracht sind.
Mit einem letzten Schulfest in der Interimsschule unter dem Motto „Tag der offenen Schultür“ luden die Lehrer und Schüler die Besucher dazu ein, einen Blick in das zweistöckige Containergebäude zu werfen, während die einzelnen Klassen verschiedene Vorführungen präsentierten.
„Das ist unser erstes und letztes Schulfest in dem Interimsbau“, sagt Schulleiterin Anette Reinhardt. „Und da ich als ‚Abtsteinacher Kind‘ schon oft angesprochen wurde, dass diese Container-Schule doch bestimmt nicht so schön ist, wollen wir den Besuchern einen Einblick geben, wie toll wir es uns im Inneren hier gestaltet haben.“ Sie freute sich über den großen Andrang und die durchweg positive Resonanz an diesem Tag.
Besonders gestaltete Räume zu entdecken
Und während der Förderverein vor den Containern mit gegrillten Würstchen und Pommes für das leibliche Wohl sorgte, konnten die Besucher in die Interimsschule gehen, die Räume inspizieren und wurden von den Schulklassen in ihren Räumen mit Vorführungen überrascht.
So vertonte die erste Klasse ein Lied mit „Orff-Instrumenten“ – unter anderem Klangstäbe, Klangbausteine, Rhythmusinstrumente –, während im nächsten Raum die 2a ihre medialen Kenntnisse zum Thema Sachkunde am Smartboard zeigte.
Im Klassenzimmer der 2b fanden die Besucher sich in einem gestalteten Aquarium mit dem Thema „Unter Wasser“ wieder – mit gebastelten Fischen, Kraken und Korallen. Dort luden die Schüler ein zu Mitmachspielen wie zum Beispiel einem „Fischewettrennen“, was besonders für heitere Stimmung bei den Besuchern sorgte.
Olympisch wurde es bei der Klasse 3a mit Eierlauf, Sackhüpfen und Dosenwerfen. Bei letzterem überraschte die kreative Gestaltung der Zielobjekte: Hier klebten jeweils Bilder der Lehrerköpfe auf den Dosen, was nicht nur seitens der zielsicheren Besucher, sondern vor allem auch bei den Schülern für großen Spaß sorgte. Die Klasse 3b führte mit selbst gestalteten Handpuppen aus Pappmaché und Gips im mit Märchenfiguren geschmückten Klassenzimmer das grimmsche „Rotkäppchen und der Wolf“ auf.
Einzelpräsentationen via iPad und Animationen
Anspruchsvoller wurde es dann bei der vierten Klasse, deren Schüler mit Einzelpräsentationen via iPad und Animationen zu Sachkundethemen aus den Bereichen Biologie, Physik und Geschichte erstaunlich profund und frei sprechend referierten. Damit auch alle in den Genuss der jeweiligen Vorführungen kamen, spielten die Klassen zeitversetzt und im Zeitraum von 10 bis 14 Uhr mehrmals auf.
Das ließen sich unter anderem auch zwei über 90-jährige Damen nicht entgehen und erklommen gemeinsam mit den vielen Besuchern sogar die zweite Etage der Interims-Container-Schule, „denn wenn die Kinder etwas machen, möchten wir das sehen und sie unterstützen“.
In den Fluren präsentierten sich die verschiedenen AGs mit ihren Werken, wie zum Beispiel Bilder, die die Schüler zeigten, wie sie Gesten der Gebärdensprache machen. Viele Besucher waren erstaunt, wie schön es doch in diesen Containern ist, die von außen auf den einen oder anderen etwas kalt wirken mögen.
Umzug zum Schuljahr 2026/27
Voraussichtlich können das Lehrpersonal und die Schüler zum kommenden Sommer wieder in ihre „alte neue Steinachtal-Grundschule“ nach Unter-Abtsteinach umziehen. Jedoch zeigte das Schulfest – vor allem den Besuchern –, was Kreativität und Zusammenhalt auch unter anderen Bedingungen erschaffen kann.
„Wir freuen uns sehr und können sagen, dass dieser Tag absolut gelungen ist, kamen doch viele zu uns und bedankten sich für den tollen Einblick“, resümiert Reinhardt nach dem Fest.