Odenwald

So verlief der Glatteis-Tag im Odenwald

Die Streudienste in den Odenwald-Gemeinden waren am Mittwoch stark gefordert.

Schon am frühen Mittwochmorgen waren die Mitarbeiter der Gemeinden und Straßenmeistereien im Einsatz, um die Straßen zu streuen. So konnte das drohende Blitzeis nach dem Einsetzen des Regens im Laufe des Vormittags auf den Straßen vermieden werden und es gab keine nennenswerten Unfälle im Odenwald. Foto: Fritz Kopetzky
Schon am frühen Mittwochmorgen waren die Mitarbeiter der Gemeinden und Straßenmeistereien im Einsatz, um die Straßen zu streuen. So konnte das drohende Blitzeis nach dem Einsetzen des Regens im Laufe des Vormittags auf den Straßen vermieden werden und es gab keine nennenswerten Unfälle im Odenwald.

Es ist glücklicherweise ausgeblieben, das Chaos auf den Straßen in der Region, das aufgrund der Wetterlage mit Regen auf gefrorenem Boden für Mittwoch prognostiziert worden war und für zum Teil geschlossene Schulen sorgte. Zwar setzte im Laufe des Vormittags Nieselregen ein, der dann auf dem Boden auch gefror, doch dank des frühzeitigen Einsatzes von Gemeinden und Straßenmeistereien waren die Straßen gut gestreut und so gab es im Odenwald keine Verkehrs- oder sonstigen Unfälle zu verzeichnen.

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"Nichts passiert"

Das bestätigte am Nachmittag die Wald-Michelbacher Polizeistation. „Bei uns ist gar nichts passiert“, lautete die Auskunft auf Anfrage unserer Redaktion. Die Gemeinde Fürth dankte dann auch auf ihrer Facebook-Seite der Mannschaft des Bauhofs, die seit 6 Uhr am Morgen für sichere Straße sorge. Landrat Christian Engelhardt schloss sich den Dankesworten via Facebook an. Im Kreis Bergstraße habe bis zum Nachmittag keine signifikanten Probleme gegeben habe, auch nicht im Öffentlichen Personennahverkehr. Da es für diesen Donnerstag keine erneute Vorwarnung zur Wetterlage gab, könne aus dieser Sicht heraus wieder ein „normaler“ Schul- und Dienstbetrieb stattfinden.

Mehrere Unfälle

An der Bergstraße und im Ried vermeldete das Polizeipräsidium Südhessen indes mehrere Unfälle. Ein Autofahrer, der vermutlich zu schnell unterwegs war, kam in der Lilienthalstraße in Bürstadt in einer Kurve von der Fahrbahn ab, überschlug sich und landete auf dem Fahrzeugdach im Straßengraben, heißt es im Polizeibericht. Wohl auch aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit geriet auf der L 3099 zwischen Brandau und Gadernheim ein Autofahrer in einer Kurve ins Schleudern und landete auf der Fahrzeugseite. Da das Auto die Fahrbahn blockierte, musste die Straße bis zum Eintreffen des Abschleppdienstes für rund drei Stunden gesperrt werden. In der Pater-Delp-Straße in Viernheim rutschte ein Autofahrer, der ersten Erkenntnissen zufolge zu schnell fuhr, gegen zwei geparkte Fahrzeuge.

Der erste Glätteunfall, bei dem eine Person verletzt wurde, ereignete sich gegen 12 Uhr auf der A 67, kurz vor der Tank- und Rastanlage Lorsch, berichtet das Polizeipräsidium. Hier geriet ein Autofahrer ins Schleudern, stieß mit einem Lastwagen zusammen und schlug anschließend in die Leitplanke ein. Der Autofahrer wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen 13.30 Uhr wurden der Polizei drei weitere Unfälle auf der A 67 gemeldet. Bei zwei der Unfälle in Höhe der Anschlussstelle Lorsch geriet jeweils ein Lastwagen ins Rutschen und stieß gegen die Leitplank. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand. Aufgrund eines Unfalls zwischen drei Autofahrern war die A 67 in Fahrtrichtung Darmstadt kurz nach der Anschlussstelle Lorsch für etwa 30 Minuten voll gesperrt. Hier stießen drei Autos zusammen, wobei zwei Personen leicht verletzt wurden.

Ehepaar im Streifenwagen heimgebracht

Eine Polizeistreife aus Lampertheim konnte einem älteren Ehepaar in Not helfen, das aufgrund der aktuellen Straßenglätte nach dem Einkauf nicht mehr nach Hause kam. Nachdem das Ehepaar vergeblich versuchte, ein Taxi zu bestellen und auch an der Bushaltestelle kein Bus erschien, brachten die Ordnungshüter das dankbare Paar im Streifenwagen sicher nach Hause.