Gorxheimertal: Jugendfeuerwehr im 24-Stunden-Dauereinsatz
Eingeklemmte Personen, Rauchentwicklung, Stichflammen – beim Übungstag der Jugendfeuerwehr Gorxheimertal wurde der Einsatzalltag realistisch trainiert.
Gorxheimertal. Mit großer Vorfreude und voller Tatendrang starteten 13 Jugendfeuerwehrmitglieder und ihre Betreuer in den 24-Stunden-Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Gorxheimertal. In dieser Zeit erwarteten die Jugendlichen realitätsnahe Übungsszenarien, wie sie auch im echten Feuerwehralltag vorkommen können.
Nachdem die Schlafräume bezogen und die jungen Feuerwehrleute je nach Funktion auf die Fahrzeuge aufgeteilt worden waren, ging es direkt los mit dem ersten Arbeitsauftrag.
Alarm: Eingeklemmte Person
Die jungen Brandschützer wurden in die Gruppen „Feuer“ und „Flammen“ eingeteilt und kümmerten sich zum einen um die Fahrzeugpflege und zum anderen um die Zubereitung des gemeinschaftlichen Mittagessens. Keine Stunde später ertönte der erste Alarmgong. Eine eingeklemmte Person musste befreit werden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Verletzungsmuster noch unklar.
Ein gutes Zusammenspiel aller anwesenden Einsatzkräfte ermöglichte eine patientenschonende und zügige Rettung des Eingeklemmten. Im Anschluss ging es für die Einsatzkräfte zurück zur Wache. Nachdem die Einsatzbereitschaft von Fahrzeug und Gerät wiederhergestellt wurde, stand ein abwechslungsreiches Freizeitangebot auf dem Programm.
Vor den Garagentoren wurde kurzerhand ein Fußballfeld mit Pylonen abgesteckt. Auch ein weiteres Feld für ein Federballmatch wurde eingerichtet, und unter dem Jugendfeuerwehrpavillon verblieb ausreichend Zeit, um sich auszutauschen oder zu verweilen.
Wasserentnahme und Fußball
Auf dem Parkplatzgelände konnten die jungen Feuerwehrleute die Wasserentnahme „offenes Gewässer“ mit der neuen Tragkraftspritze „Fox 4“ üben. Mit einer Ringleitung wurde ein Spielfeld errichtet, in dem ein Ball mittels Wasserstrahl aus dem Strahlrohr ins gegnerische Tor gelenkt werden konnte. Aufgrund der Witterungslage musste das Spielfeld geräumt und der Rückzug in die Unterkunft angetreten werden.
Das von den Jugendlichen angedachte „Chillen“ auf den Feldbetten wurde durch den nächsten einlaufenden Alarm verhindert. Es handelte sich um eine unklare Rauchentwicklung im Gebäude mit einer vermissten Person. Zielstrebig und regenfest kämpften die „Talemer Brandschützer“ nicht nur gegen die Wassermassen von oben, sondern auch gegen die Rauchentwicklung. Die vermisste Person konnte rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Völlig durchnässt wurde der Rückweg zur Unterkunft angesteuert.
Nachdem alle Beteiligten wieder trockene Klamotten anhatten, die Fahrzeuge bestückt wurden und die Schläuche zum Trocknen im Schlauchturm hingen, konnte das Grillbüfett erobert werden.
Einsatz: Stichflammen löschen
Der dritte Einsatz erfolgte gegen 22.30 Uhr mit der Meldung „Stichflammen an der Hauptstraße“. Drei Trupps schafften es, die Flammen zu löschen. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft stand ein paar Stunden Schlaf nichts mehr im Weg.
Am frühen Sonntagmorgen ereignete sich der nächste und letzte Vorfall für diesen Aktionstag. Die Mitglieder wurden zur Personensuche alarmiert. In Suchtrupps aufgeteilt, wurden nach geraumer Zeit die vermissten Personen von den Einsatzkräften gefunden und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben. Nachdem das Gerätehaus wieder in den Ursprungs-zustand versetzt worden war, wurde der 24-Stunden-Aktionstag beendet und die Jugendfeuerwehrmitglieder den Eltern übergeben.
Die Betreuer der Freiwilligen Feuerwehr Gorxheimertal sind überzeugt: Es war ein gelungener, erlebnisreicher und spannender 24-Stunden-Aktionstag der Jugendfeuerwehr.