Hund in Gorxheimertal überfahren: offenbar kein Vorsatz
Die Polizei hat neue Erkenntnisse zu dem Unfall in Gorxheimertal, bei dem ein Hund angefahren und tödlich verletzt wurde.
„Einen Hinweis auf eine vorsätzliche Tat gibt es nicht“, teilt die Pressestelle des Polizeipräsidiums Südhessen im Gespräch mit der Redaktion mit. Laut den aktuellen Ermittlungen sei es vielmehr so, dass der 85-jährige Mann, der am vergangenen Mittwoch, 27. November, einen Hund in Gorxheimertal angefahren und zum Sterben zurückgelassen hat, nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte.
Auch das Gerücht, er sei nach dem Unfall absichtlich noch einmal über das Tier gefahren, kann Pressesprecher Bernd Hochstätter nicht bestätigen. Als der 85-Jährige bemerkte, dass er etwas angefahren hatte, habe er abgebremst und fuhr dann erneut an, sodass es zu einer zweiten Berührung mit dem Tier kam. Der 85-Jährige bedauere den Tod des Tieres und habe mehrfach betont, dass er den Hund nicht mit Absicht überfahren habe. „Wir können dem Mann nur den Verdacht des unerlaubten Entfernens an der Unfallstelle vorwerfen“, betont der Polizeisprecher weiter.
Hund war ausgebüxt
Außerdem hätten die Ermittlungen ergeben, dass der Hund von Zuhause ausgebüxt war und deswegen frei herumlief – und nicht, weil der Halter ohne Leine spazieren ging.
Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, entscheidet die Staatsanwaltschaft das genaue Strafmaß für den 85-Jährigen. Dies kann beispielsweise ein Bußgeld oder auch die Einstellung des Verfahrens sein.