Mörlenbacher Gewerbeschau ist ein buntes Familienfest
Bei der "Streetlife" zeigen rund 50 Teilnehmer, was die Gemeinde alles zu bieten hat. Mancher Besucher staunt. Noch dazu gibt es interessante Neuigkeiten über die Entwicklung in der Gemeinde. Ein beliebtes Event kehrt in veränderter Form zurück.
Als die Jagdhornbläser den „Mörlenbacher Marsch“ intonierten, waren bereits etliche Mörlenbacher in Richtung Industriestraße marschiert: Schon zur offiziellen Eröffnung am Sonntagvormittag deutete sich an, dass „Streetlife – die Marktmeile 2.0“ auch bei der zweiten Auflage zahlreiche Menschen anlocken würde. Noch waren einzelne der rund 50 Teilnehmer mit den abschließenden Vorbereitungen beschäftigt, brachten letzte Deko- und Infoelemente an ihren Ständen an oder deckten die Tische in den gastronomischen Bereichen ein, da begutachteten bereits die ersten Neugierigen das vielschichtige Angebot.
Über mehrere Hundert Meter entlang der Straße und auf den Firmengeländen breitete sich vor ihnen eine Palette aus, die alle Lebensbereiche abdeckte. Vom Wohnen und Arbeiten im heimischen Haus und Garten über die Ernährung – gesund und lecker gleichermaßen – und die Freizeitgestaltung bis hin zur Entspannung in Sauna und Whirlpool oder auf Reisen.
Nach dem Bummel über die für den Verkehr gesperrte Industriestraße, vom Bahnübergang an der B 38 bis zur Kurve in Richtung der Kreuzung Boveri-/Carl-Benz-Straße, stach den Besuchern vor allem eines ins Auge: „Es ist erstaunlich, was es für ein großes Angebot in der Gemeinde gibt.“ So fasste es jedenfalls eine Frau zusammen, als sie am oberen Ende der Marktmeile angekommen war.
Dort präsentierte sich den ganzen Tag über die Mörlenbacher Feuerwehr mit Information und Aktion, während am anderen Ende der Aktionsfläche die Ordnungspolizei nicht nur ihre Messgeräte vorführte, sondern auch über Präventions- und Hilfsangebote informierte. Denn nicht nur Handel und Gewerbe nutzten dieses Schaufenster, auch Vereine und Institutionen trugen ihren Teil dazu bei, dass die Marktmeile bunt und lebendig wurde. Gleich am Eingang öffneten die Landfrauen beispielsweise ihr reich bestücktes Café. Nicht vergessen wurde dabei der gestrige Muttertag, der sich nicht nur in Blumen und kleinen Aufmerksamkeiten manifestierte, sondern auch in einem speziellen Muttertags-Eis.
Überhaupt ist „Streetlife“ in Mörlenbach keine reine Gewerbeschau, sondern auch ein buntes Familienfest mit diversen Unterhaltungsangeboten. Ein kleiner Rummelplatz mit Süßigkeiten- und Spielwarenstand, dem Fahrgeschäft „Star Car“, einer klassischen „Reitschul’“ und Dosenwerfen war im Herzen der Marktmeile, im Bereich um die Pyramide, entstanden. So erfüllte das Motto „Streetlife“ sich am Sonntag durch jede Menge Leben auf der Straße – ein reich bestücktes Schaufenster für das Gewerbe und die Gemeinde insgesamt.
Die Sommerwelt kommt
Es tut sich etwas in Mörlenbach. Dies nahmen nicht nur ungezählte Besucher am Sonntag als Eindruck von „Streetlife – der Marktmeile 2.0“ mit auf den Heimweg. Bürgermeister Erik Kadesch machte dies, auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Gewerbevereins, ebenso an konkreten Dingen fest. Dabei hatte er bei der Eröffnung am Sonntagvormittag eine Nachricht zu verkünden, die sicher viele Menschen in der Gemeinde und aus deren Nachbarschaft freut: Von Mitte Juli bis zur Kerwe im August wird auf dem Rathausplatz sechs Wochen lang die „Mörlenbacher Sommerwelt“ öffnen.
Die „Winterwelt“ ist vielen Menschen noch in guter Erinnerung. Jetzt versprechen die Organisatoren, in der Zeit vom Samstag, 22. Juli, bis zum Sonntag, 27. August, einen Treffpunkt für Familien und Freunde, verknüpft mit diversen Veranstaltungen, zu schaffen.
Aber damit waren die positiven Nachrichten nicht erschöpft: Just am gestrigen Sonntag hatte ein indisches Restaurant auf dem Rathausplatz seinen ersten Öffnungstag und im Juli wird ein regionales Burgerlokal im ehemaligen „Alten Schlachthaus“ in der Schmittgasse seinen Betrieb aufnehmen, wie Kadesch weiter informierte. Dazu passt, dass seit Monatsbeginn die Bäckereifiliale mit integriertem Café auf dem Kastanienplatz geöffnet hat. Kadesch sprach von der „Mörlenbacher Achse“, die entwickelt wird. Sprich: Menschen sollen auf dem (Fuß-)Weg durch die Gemeinde diverse gewerbliche und gastronomische Angebote sowie Freizeit- und Entspannungsmöglichkeiten vorfinden. Eine räumliche Vernetzung, die auch inhaltlich angestrebt wird. „Wir wollen Gewerbe und Vereine zusammenbringen“, so der Bürgermeister. Die Marktmeile ist dafür ein anschauliches Beispiel. Das Ziel dieser Vernetzung ist, „die Herausforderungen gemeinsam anzugehen und eine gute, fortschrittliche Gemeinde zu gestalten“, so Kadesch. Als Vorsitzender des Gewerbevereins dankte er dem Organisationsteam der Marktmeile, mit Volker Schmidt und Simon Keil an der Spitze.
Ein Wunsch des Bergsträßer Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister (CDU) für die Streetlife-Aussteller schien sich bereits am Vormittag zu erfüllen: „Viele persönliche Kontakte, aus denen sich idealerweise dann auch Geschäfte entwickeln.“ In der Tat waren an den Ständen bereits vor der offiziellen Eröffnung die ersten Gespräche zwischen Gewerbetreibenden und interessierten Besuchern zu sehen. Meister erkannte, dass an solchen Ereignissen, insbesondere nach den veranstaltungs- und kontaktarmen Coronajahren, ein hoher Bedarf besteht.
Insbesondere im Internetzeitalter sei es wichtig, den Fokus auf regionale Produkte zu lenken, sagte der Gast aus Berlin mit Blick auf die Marktmeile. In Bezug auf aktuell beherrschende Themen wie die Digitalisierung und den Klimaschutz riet Meister den Gewerbetreibenden: „Innovativ sein und das Angebot an den Bedürfnissen der Kunden orientieren.“