Müll und Zerstörungen im Stadion von Fürth
Vorfälle in der Fürther Sportanlage häufen sich. Das ärgert die Vereine und die Gemeinde nicht nur, sondern hat auch finanzielle Auswirkungen.
Es ist ein Ärgernis für die Vereine und die Gemeinde: In den vergangenen Monaten haben sich im Fürther Stadion Fälle von mutwilligen Sachbeschädigungen gehäuft. Und auch mit Hinterlassenschaften nächtlicher Besucher gibt es Probleme. Denn: Auch wenn der Zugang zur Sportanlage nach Ende des Spiel- und Trainingsbetriebs verschlossen wird, finden immer wieder ungebetene Gäste den Weg auf das Gelände.
Die Vorstände der die gemeindliche Anlage nutzenden Vereine vermuten, dass sich das Stadion zu einem nächtlichen Treffpunkt von Jugendlichen entwickelt hat. Mit unschönen Begleiterscheinungen: Verpackungsmüll, Überbleibsel von Partys, Plastikbecher, Flaschen und Kippen – nur Beispiele – „zieren“ regelmäßig unter anderem den Bereich um die und auf der Tribüne. „Eine Riesensauerei“, wie es der Vorsitzende des SV Fürth, Markus Stephan, ausdrückt. Immer wieder müsste viel Zeit investiert werden, um dies zu beseitigen. Zeit, die anderweitig deutlich besser genutzt werden könnte.
Schäden an Tornetzen und Bänken
Dieser unnötige Arbeitsaufwand ist das eine. Das andere sind Sachbeschädigungen, die die Vereins- und Gemeindefinanzen belasten. Jüngstes Beispiel: ein mit Feuerzeugen durchgebranntes Tornetz, das gerade einmal vor zwei Wochen neu angebracht worden war. Auch die Auswechselbänke an den Spielfeldern bleiben nicht verschont. An diesen sind zuletzt die hochwertigen, aufgeklebten Veredelungen teilweise abgekratzt worden. Auch Sitze wurden zerkratzt.
Nur zwei Beispiele von vielen, welche für die Vereine eine finanzielle Belastung bedeuten. Sie befinden sich im Austausch mit der Gemeinde, um geeignete Maßnahmen gegen diese mutwilligen Beschädigungen zu finden.
Verstärkte Polizeikontrollen
Die Gemeinde Fürth ihrerseits hat bereits Kontakt mit der Polizei Heppenheim aufgenommen. So sollen nun verstärkte Kontrollen des Stadions in den Abend- und insbesondere in den Nachtstunden erfolgen, ist aus dem Rathaus zu erfahren.
Unter den ungebetenen Besuchen leidet auch der von den Vereinen SV, FC und TV vor Kurzem mit hohem finanziellen und ehrenamtlichen Aufwand errichtete Spielplatz auf dem Stadiongelände. „Die Geräte werden von Jugendlichen genutzt, die definitiv zu alt und zu schwer dafür sind, und dadurch in Mitleidenschaft gezogen“, berichtet Markus Stephan. arn