Gemeinsam die Gemeinde Fürth lebenswerter machen
Die Verwaltung ruft zur Teilnahme an der Müll-Sammelwoche "Sauberhaftes Fürth" vom 9. bis 14. Oktober auf. Warum auch die Natur und das Klima davon profitieren.
Das Land ruft auch in diesem Jahr zu Aktionen im Zuge der Kampagne „Sauberhaftes Hessen“ auf. Zahlreiche Kommunen, Initiativen, Vereine, Kindergärten und Schulen sowie Unternehmen oder Privatpersonen engagieren sich dabei auf vielfältige Weise für die Umwelt – sei es in Form von Müllsammelaktionen, Flohmärkten, Kleidertausch-Events, der Eröffnung von Repair-Cafés oder der Produktion nachhaltiger Verpackungen.
Auch die Gemeinde Fürth ist wieder aktiv und bittet die Bevölkerung, sich an der Aktion „Sauberhaftes Fürth“ zu beteiligen. Der geplante Sammelzeitraum erstreckt sich von Montag, 9., bis einschließlich Samstag, 14. Oktober. Darüber informiert die Verwaltung in einer Pressemitteilung. Egal ob groß oder klein, Einzelpersonen, Familien, Vereine, Firmen, Schulklassen, Kindergärten: Jeder ist dazu aufgerufen, in der zweiten Oktoberwoche Müll in den Straßen, der Umgebung, im Wald oder wo auch immer Unrat zu finden ist, einzusammeln. Am Samstag, 14. Oktober, gibt es, wie bereits in der Vergangenheit, eine spezielle Vereinssammelaktion mit anschließendem Imbiss vor dem Rathaus, zu der die Vereine der Großgemeinde Fürth eingeladen sind. Diese können sich über das Teilnahmeformular auf der Homepage der Gemeinde anmelden. Ansprechpartner für die Aktion „Sauberhaftes Fürth“ im Rathaus ist Stefan Rossbach (E-Mail: s.rossbach@gemeinde-fuerth.de; Telefon: 06253/200113).
Abgegeben werden kann der gesammelte Unrat zwischen Freitagnachmittag, 13. Oktober, und Montagvormittag, 16. Oktober, an einem vor dem Rathaus platzierten Müllcontainer. „Wir bitten die Bevölkerung Abstand davon zu nehmen, privaten Hausmüll, Elektroschrott oder Sperrmüll aller Art hier loszuwerden“, appelliert der Leiter des Umweltamtes, Stefan Rossbach, die Aktion nicht auszunutzen. Letztlich gehe es darum, „die Umwelt wieder lebenswerter und optisch ansprechender zu gestalten, und daran sollte uns allen gelegen sein“. Denn in der Natur sieht achtlos weggeworfener Unrat nicht nur unschön aus, er schadet auch der Gesundheit von Mensch und Tier. Zudem habe eine Studie ergeben, dass an Orten mit hohen Müllaufkommen die Gefahr der Kriminalität wächst, „da diese den Eindruck von mangelnder Kontrolle erwecken“, so Rossbach. Ob Zigarettenstummel, Bonbonpapier, Taschentuch, Plastikflasche, Getränkedose – Müll gehört richtig entsorgt und „in Deutschland haben wir hierfür die idealen Voraussetzungen“.
Getrennte Erfassung
„Wir freuen uns, wenn viele Menschen sich engagieren, unser Fürth noch schöner und sauberer zu machen. Wenn jeder seinen kleinen Beitrag leistet, können wir Großes erreichen, gemäß dem afrikanischen Sprichwort ,Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern‘“, hofft Bürgermeister Volker Oehlenschläger auf eine tatkräftige Beteiligung der Bevölkerung.
Für optimale „Müllsammel-Bedingungen“ stellt die Gemeindeverwaltung auch in limitierter Anzahl Greifzangen und Abfallsäcke zur Verfügung. Das Tragen von Arbeitshandschuhen wird empfohlen. Auf der Sammeltour macht es Sinn, Weggeworfenes getrennt zu erfassen, sprich Flaschen und anderes Glas extra zu sammeln. „Es ist im Altglascontainer besser aufgehoben als beim Restmüll“, erklärt die Verwaltung. Auch Kartonagen und Papier können entsorgt werden.
Rohstoffe schonen
„Jede durch Abfalltrennung und Recycling vermiedene Tonne Primärrohstoff vermindert den Rohstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zwar werde auch bei der Sammlung und Aufbereitung von Abfällen Energie verbraucht. Die Energiemenge, die für die Gewinnung von Sekundärrohstoffen benötigt wird, ist aber deutlich kleiner als diejenige für Primärrohstoffe.
Indem Abfälle getrennt gesammelt, sortiert und aufbereitet werden, könne gezielt auf die darin enthaltenen Wertstoffe, wie zum Beispiel Metalle, Glas, Kunststoffe, Papier oder Holz, zurückgegriffen werden. „Sind die Stoffströme erst einmal isoliert, können die Wertstoffe als so genannter Sekundärrohstoff etwa in Stahl- und Aluminiumwerken oder in der Kunststoffindustrie verwertet werden. So wird der Einsatz von Metallen vermieden, die aus Erzen gewonnen werden, oder von Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt sind“, erklärt die Fürther Gemeindeverwaltung.
CO2-Einsparung
Ziehe man die Aufwendungen für das Recycling ab, so würden beispielsweise durch Recycling von Eisen und Stahl circa eine Tonne, von Kupfer etwa 3,5 Tonnen und von Aluminium sogar rund 10 Tonnen CO2 pro Tonne Metall nicht in die Atmosphäre geschickt. „So trägt Abfalltrennung zum Klimaschutz und gleichzeitig zur Schonung von endlichen Ressourcen bei“, heißt es abschließend.
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