Umweltschutz

"Sauberhaftes Fürth": Gemeinde lädt 2025 zur großen Müllsammelaktion ein

Vom 30. August bis 6. September 2025 findet in Fürth wieder die Aktion "Sauberhaftes Fürth" statt. Bürger sind eingeladen, Straßen, Plätze und Natur von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien

Was achtlose Zeitgenossen im öffentlichen Raum „entsorgen“ wird von fleißigen Helfern wieder eingesammelt. Foto: Thorsten Gutschalk
Was achtlose Zeitgenossen im öffentlichen Raum „entsorgen“ wird von fleißigen Helfern wieder eingesammelt.

Fürth. Egal, ob in der Natur, am Straßenrand oder auf öffentlichen Plätzen: Achtlos weggeworfener Müll sieht unschön aus und ist sogar schädlich. Darum rief das Land Hessen 2002 erstmalig zur Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ auf. Diesem Ruf folgte die Gemeinde Fürth und initiierte ihrerseits die Müllsammel-Aktion „Sauberhaftes Fürth“, die bis heute ein fester Bestandteil im Jahreskalender ist. Jetzt geht sie in die nächste Runde.

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Vom 30. August bis 6. September 2025 ist die Bevölkerung – egal ob groß oder klein, Einzelpersonen, Familien, Vereine, Firmen, Schulklassen oder Kindergärten – wieder dazu eingeladen, „durch ihren Einsatz Fürth ein wenig sauberer zu machen und Unrat in den Straßen, der Umgebung, im Wald oder wo auch immer dieser zu finden ist, einzusammeln“, heißt es aus dem Rathaus. Am Samstag, 6. September, gibt es, wie bereits in der Vergangenheit, zudem eine spezielle Sammelaktion für Vereine und Institutionen, mit anschließendem Imbiss auf dem Fürther Bauhof.

Auch eine Frage der Sicherheit

Hierfür sind die Einladungen bereits versendet und man kann sich per E-Mail oder über das Online-Teilnahmeformular auf der Homepage bis zum 30. August anmelden. Ansprechpartner für die Aktion „Sauberhaftes Fürth“ ist im Rathaus Maximilian Dörsam (E-Mail: umwelt@gemeinde-fuerth.de; Telefon: 06253/200165).

Abgegeben werden kann der gesammelte Müll auf dem Fürther Bauhof zu folgenden Zeiten: Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr sowie Freitag von 10 bis 11.30 Uhr. „Wir bitten die Bevölkerung inständig, Abstand davon zu nehmen, privaten Hausmüll, Elektroschrott, Altöl, Batterien oder Sperrmüll aller Art hier loszuwerden“, appelliert Maximilian Dörsam, die Aktion nicht auszunutzen. Letztlich ginge es darum, die Umwelt wieder lebenswerter und optisch ansprechender zu gestalten, „und daran sollte uns allen gelegen sein“.

"Müll gehört richtig entsorgt"

Denn in der Natur sieht achtlos weggeworfener Unrat nicht nur unschön aus, er schadet auch der Gesundheit von Mensch und Tier. Zudem hat eine Studie ergeben, dass an Orten mit hohen Müllaufkommen, die Gefahr der Kriminalität wächst, da diese den Eindruck von mangelnder Kontrolle erwecken. Ob Zigarettenstummel, Bonbonpapier, Taschentuch, Plastikflasche, Getränkedose – „Müll gehört richtig entsorgt, und in Deutschland haben wir hierfür die idealen Voraussetzungen“, so die Gemeinde Fürth.

„Wir freuen uns, wenn viele Menschen sich engagieren, unser Fürth noch schöner und sauberer zu machen. Wenn jeder seinen kleinen Beitrag leistet, können wir großes erreichen – gemäß dem afrikanischen Sprichwort ,Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern!‘“, hofft Bürgermeister Volker Oehlenschläger auf eine tatkräftige Beteiligung der Bevölkerung.

Rohstoffe und CO2 einsparen

Für optimale „Müllsammel-Bedingungen“ stellt die Gemeindeverwaltung auch in limitierter Anzahl Greifzangen und Abfallsäcke zur Verfügung. Das Tragen von Arbeitshandschuhen wird empfohlen. Auf der Sammeltour ergibt t es Sinn, Weggeworfenes getrennt zu erfassen, sprich Flaschen und anderes Glas extra zu sammeln. „Es ist im Altglascontainer besser aufgehoben als beim Restmüll“, wissen die Organisatoren. Auch Kartonagen und Papier können entsorgt werden.

„Jede durch Abfalltrennung und Recycling vermiedene Tonne Primärrohstoff vermindert den Rohstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen“, heißt es aus dem Fürther Rathaus. Zwar wird auch bei der Sammlung und Aufbereitung von Abfällen Energie verbraucht. Die Energiemenge, die für die Gewinnung von Sekundärrohstoffen benötigt wird, sei aber deutlich kleiner als diejenige für Primärrohstoffe. Indem Abfälle getrennt gesammelt, sortiert und aufbereitet werden, könne gezielt auf die darin enthaltenen Wertstoffe, wie zum Beispiel Metalle, Glas, Kunststoffe, Papier oder Holz, zurückgegriffen werden.

Sind die Stoffströme erst einmal isoliert, könnten die Wertstoffe als sogenannter Sekundärrohstoff etwa in Stahl- und Aluminiumwerken oder in der Kunststoffindustrie verwertet werden. So werde der Einsatz von Metallen vermieden, die aus Erzen gewonnen werden, oder von Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt sind. Zieht man die Aufwendungen für das Recycling ab, so würden zum Beispiel durch Recycling von Eisen und Stahl zirka eine Tonne, von Kupfer etwa 3,5 Tonnen und von Aluminium sogar rund 10 Tonnen CO2 pro Tonne Metall nicht in die Atmosphäre geschickt. „So trägt Abfalltrennung zum Klimaschutz und gleichzeitig zur Schonung von endlichen Ressourcen bei“, heißt es aus dem Fürther Rathaus abschließend.