Nach Schuss auf Katze: 1100 Euro Belohnung für Hinweise
Katzenliebhaber Sascha Weigert aus Zwingenberg hofft, dass der unbekannte Täter, der am 11. Dezember in Bonsweiher auf eine Katze namens Kisa geschossen hat, gefunden wird.
Es muss ein Schock für die Besitzerin von Kisa gewesen sein. Am 11. Dezember wurde die Katze in Bonsweiher in Bereich des Wiesenwegs angeschossen. Anwohner haben die schwer verletzte Katze gefunden und nach Hause gebracht. Dem Täter droht nach §17 des Tierschutzgesetzes potenziell eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Doch der Schütze, der in der Nacht vermutlich mit einer Luftdruckwaffe die Wirbelsäule der Katze getroffen hatte, ist bislang unbekannt und folglich auch unbestraft.
1000 Euro + 100 Euro Belohnung
Das sollte so nicht bleiben, findet Sascha Weigert aus Zwingenberg. Der 41-Jährige ist schockiert über die Nachricht aus Bonsweiher. Als er von Kisa gelesen habe, sei es ihm eiskalt den Rücken heruntergelaufen. Er selbst habe zwei Katzen, erzählt er uns. Drum erlebe er jeden Tag, wie gutmütig und zutraulich die Tiere seien. „Kein Mensch ist so charakterstark wie Tiere“, zeigt er sich überzeugt. Gleichzeitig stellt er sich verzweifelt die Frage, die sich wohl die meisten Menschen beim Lesen einer solchen Schlagzeile stellen: Wie kann ein Mensch nur zu so etwas fähig sein?
Weil niemand damit davonkommen sollte, einem Lebewesen ein solches Leid zuzufügen, schreitet Weigert aus Tierliebe zur Tat. Er lobt 1000 Euro für Hinweise aus, die zur erfolgreichen Identifikation des Täters führen. In Mörlenbach und Bonsweiher verteilt der Zwingenberger zahlreiche Zettel, um weiter auf den Fall aufmerksam zu machen und Bewegung in die Sache zu bringen.
Als Reaktion auf das Schicksal von Kisa und das Engagement Weigerts meldete sich Ruth Kohl bei unserer Redaktion. Sie sei gerührt von der Geschichte und legt weitere 100 Euro drauf. So kommt die aktuelle Belohnung von 1100 Euro zustande.
Noch keine Hinweise
Die Polizei hofft, dass die großzügige Hilfe der Geldgeber zum Erfolg führen könnte. Aktuell gebe es keine sachdienlichen Hinweise auf den Täter, berichtet Pressesprecher Bernd Hochstädter. Auch die Art Waffe, mit der Kisa vermutlich angeschossen wurde, gebe keinen Aufschluss über einen möglichen Verdächtigenkreis. Ein Luftdruckgewehr könne ab 18 Jahren erworben und ohne Waffenschein geführt werden. Sollte es sich bei der Tatwaffe tatäschlich um ein Luftdruckgewehr handeln, könnte der Täter sogar aus recht weiter Entfernung auf die Katze geschossen haben, vermutet Hochstädter.
Kisa geht es besser
Die Besitzerin von Kisa ist gerührt vom uneigennützigen Engagement Weigerts und teilt der Polizei mit, dass ihr Haustier, anders als zunächst befürchtet, auf dem Weg der Besserung sei. Die Befürchtung einer Querschnittslähmung scheint sich nicht zu bewahrheiten. Inzwischen kann Kisa wieder drei Beine bewegen. Der behandelnde Tierarzt ist zuversichtlich, betont aber auch, dass das Geschoss leider nicht operativ entfernt werden konnte. Deshalb sei es nun auch besonders wichtig, dass es sich verkapselt, damit es nicht zu einer Bleivergiftung kommt.