Kinder und Jugendliche springen in Panik aus fahrerlosem Bus
Ein Schulbus ist am heute früh, gegen 7.40 Uhr, an einer Bushaltestelle im Mittershäuser Weg losgerollt. Mehrere Verletzte.
„Das ist noch mal glimpflich ausgegangen“, sagt Polizei-Pressesprecher Bernd Hochstädter und meint den Bus-Unfall heute Morgen.
Es war 7.40 Uhr, der Schulbus fuhr von der Haltestelle im Mittershäuser Weg los, als dem Fahrer ein technischer Defekt angezeigt wurde. Er stieg daraufhin aus, um den Schaden zu begutachten. Ob er die Handbremse zog oder nicht, ist die entscheidende Frage. Sie sei derzeit aber nicht geklärt, bemerkt der Beamte: „Das ist Teil der polizeilichen Ermittlungen.“
Feuerwehr und Notarzt
Auf dem leicht abschüssigen Gelände kam der Bus jedenfalls ins Rollen und setzte seine unfreiwillige Fahrt etwa 60 Meter weit fort, bevor er in einer nahe gelegenen Wiese zum Stehen kam.
Die Kinder im Bus bekamen mit, dass das Gefährt fahrerlos unterwegs war und die Tür offen stand. Einige gerieten vermutlich in Panik und sprangen aus dem Gefährt. Zwölf von ihnen, im Alter zwischen zehn und 15 Jahren, wurden dabei verletzt. Aber auch das gehört zum glimpflichen Ausgang, denn keiner von ihnen verletzte sich schwer. Die meisten nur ganz leicht verletzt worden und wurden nach der Unfallaufnahme ihren Eltern übergeben. Bei zweien waren die Verletzungen so, dass sie vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sagt Hochstädter: „Aber auch das war nicht gravierender.“ Die Rettungskräfte kamen mit „großem Besteck“: Die Freiwillige Feuerwehr rückte aus Erlenbach und Fürth mit zwölf Fahrzeugen an, der Rettungsdienst kam mit sechs Wagen, zwei Notarztwagen waren vor Ort, außerdem das Kriseninterventionsteam und drei Polizeistreifen.
Der Fahrer, auch das teilen die Beamten mit, sei 71 Jahre alt, und Hochstädter sagt, dass es in der Region nicht ungewöhnlich sei, dass mancher auch nach Erreichen des Rentenalters noch auf Minijob-Basis (und mit entsprechenden Fahrtauglichkeitstests) auf den Fahrersitz eines Busses steige. Der Fahrer gehörte ebenfalls zu den Verletzten. Doch auch er hatte letztlich Glück, sagt der Pressesprecher: „Denn wenn er um den Bus herumgelaufen wäre, hätte er auch voll erwischt werden können.“