Bus-Chaos im Odenwald

So will DB Regio mit Fahrplanänderungen Probleme beheben

So will DB Regio Bus besonders beim Schulbusverkehr im Odenwald für zuverlässige Verbindungen sorgen. Mehr zum Thema in unserer Übersicht.

Die DB Regio Bus stattet ihre Fahrer nun auch mit einheitlicher Dienstkleidung aus. Foto: Thomas Rittelmann
Die DB Regio Bus stattet ihre Fahrer nun auch mit einheitlicher Dienstkleidung aus.

Heppenheim/Odenwald. Beim Pressegespräch zu den Problemen beim Buslinienbündel Odenwald-Mitte berichteten die Vertreter der DB Regio Plus und des Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) über erste getroffene Maßnahmen dagegen und was darüber hinaus noch an Maßnahmen ergriffen werden soll.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Kröckelbach: Hier kämpfen die Busfahrer noch immer mit Verspätungen im Schulbusverkehr. Nun soll es eine Fahrplanänderung geben, damit der Schulbus der Linie 697 früher losfährt. Das Problem: Der Bus kommt direkt von der Vortour von Rimbach und auf der Strecke ist morgens gegen 7.30 Uhr kaum ein Vorankommen. Um Abhilfe zu schaffen, soll die Abfahrt des Busses in Rimbach vorverlegt werden.

Zotzenbach: Moniert wurde, dass der Bus nicht ganz Zotzenbach abdeckt. Das liegt daran, dass an der Trommhalle die letzte Wendemöglichkeit besteht, ansonsten müsste man bis zum Kreisel auf der Kreidacher Höhe fahren.

Mörlenbach: Die Linie 698 fährt um 6.52 Uhr Richtung Bensheim ab und kam bisher immer zu spät. Das sei behoben worden, der Bus käme jetzt pünktlich. Allerdings sorge der starke Berufsverkehr immer wieder für Verspätungen auf dem weiteren Weg über drei Bundesstraßen.

Wahlen: Probleme gab es auch für Schüler der Ulfenbachschule. Hier wurden Kinder immer wieder nicht an den richtigen Haltestellen aus dem Bus gelassen. Nun gilt für die Busfahrer, dass sie immer in Ober-Scharbach anhalten müssen, auch wenn kein Kind auf den Halteknopf gedrückt hat. Was dort passiert sei, sei „nicht schön“.

Sonderbach: Auf dem Fahrplan stand ein Schulbus, der aber nie kam. Der Grund dafür: Auf der Strecke, die unter anderem diesem Heppenheimer Stadtteil anfahren sollte, war ursprünglich ein Gelenkbus eingesetzt, um die Fahrgastkapazität zu erhöhen. Der war zu sperrig für die engen Straßen Sonderbachs, also fuhr er dort erst gar nicht hin. Seit dem 3. Februar fährt nun ein normaler Bus und das Problem konnte behoben werden.

Heppenheim: Am Anfang hielten die Schulbusse für die Kinder der Schlossschule und der Martin-Buber-Schule auf der falschen Seite des Grabens, sodass die Kinder zwei Straßen überqueren mussten. Das habe an der Ortsunkenntnis der Busfahrer gelegen. Es habe gedauert, „bis die Fahrer das drin hatten“.

Guldenklinger Höhe: Hier mussten die Buskinder aus Scheuerberg und Mittershausen, die zur Heinrich-Böll-Schule nach Fürth fahren wollten, umsteigen – und ohne den Schutz eines Wartehäuschens und ohne jegliche Beleuchtung auf dem uneinsehbaren Parkplatz bis zu 35 Minuten auf den Bus warten, in den sie umsteigen konnten. Manchmal kam auch gar kein Bus. Der Fahrplan, den man von VRN bekommen hatte, sei in Ordnung gewesen, so Blume. Es habe sich dann allerdings herausgestellt, dass es mit dem vorherigen Busbetreiber eine Absprache gegeben habe. Davon habe man erst sehr kurzfristig erfahren. Seit dem 3. Februar fährt ein Bus die Schulkinder aus Mitterhausen/Scheuerberg direkt nach Fürth.

Wald-Erlenbach: Hier monieren Eltern, dass der Bus rund eine Viertelstunde früher abfährt als sonst. Um 7.04 Uhr müssen die Kinder einsteigen, um 7.50 Uhr beginnt in der gerade einmal drei Kilometer entfernten Kirschhäuser Eichendorff-Schule der Unterricht. Der Bus kam regelmäßig bis zu 15 Minuten vor Öffnung der Schule an, die Kinder waren unbeaufsichtigt. Inzwischen sammelt der Bus, der die Wald-Erlenbacher abholt, auch die Kinder in Mittershausen/Scheuerberg ab und kommt laut Fahrplan um 7.24 Uhr an der Schule an, meist habe er zwei Minuten Verspätung, ab 7.30 Uhr dürfen die Kinder ins Schulhaus. Inge Mitterschaider, für den ÖPNV zuständige Sachbearbeiterin beim Kreis zeigt Verständnis dafür, dass es Beschwerden über die frühe Abfahrt gibt. Einen Zusatzbus einzusetzen sei jedoch „nicht realistisch“.

Laudenbach/Ober-Laudenbach: Hier gab es Kritik Laudenbacher Bürger, dass die neue Busverbindung zwischen Heppenheim und Ober-Laudenbach, die unter anderem auch den Laudenbacher Bahnhof mit einbindet, nicht bekannt gemacht worden sei. Diesen Schuh ziehen sich DB Regio und VRN jedoch nicht an. Das sei Aufgabe der Gemeinde Laudenbach gewesen, mit der das nicht nur ausreichend kommuniziert worden sei, auch die Haltepunkte seien schließlich mit den Verantwortlichen im dortigen Rathaus abgestimmt worden.