Sven Bassauer als Abtsteinacher Bürgermeister: Der neue Chef muss erst einmal klingeln
Sven Bassauer hat sein Amt als Abtsteinacher Bürgermeister angetreten - und erlebte gleich eine kuriose Situation. Danach ging es direkt an die Arbeit, denn der Haushaltsplan für 2025 mit drei Großprojekten muss verabschiedet werden.
Abtsteinach. Mit einer großen Tüte Berliner kam Sven Bassauer am frühen Montagmorgen ins Abtsteinacher Rathaus. „Damit alle Mitarbeiter etwas zum Frühstück haben“, sagte er und fügte mit einem Schmunzeln an, dass dies seine erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister der Hardberggemeinde gewesen sei. Schließlich stand für ihn am Montag der Dienstantritt an, nachdem er am vergangenen Freitagabend im Rahmen der Gemeindevertretersitzung offiziell in sein neues Amt eingeführt worden war.
Bevor er ins Rathaus kam, musste er aber erst einmal an der Eingangstür klingeln. „Ich hatte heute Morgen noch keinen Schlüssel, weil der Erste Beigeordnete Alois Berbner am Freitagabend vergessen hatte, ihn abzugeben“, sagte er und musste selbst einmal lachen angesichts der kuriosen Situation. „Inzwischen habe ich aber einen“, versicherte er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Während er vor der Amtseinführung am Freitagabend noch etwas nervös gewesen war, überwog am Montagmorgen die Freude, endlich in sein neues Büro einziehen und dann „durchstarten zu können“. Nachdem er die Kräppel verteilt hatte, ließen ihn die Mitarbeiter erst einmal in Ruhe, damit er ungestört sein Büro beziehen konnte. „Ich habe meine Post gelesen, meinen Rechner eingerichtet und einige E-Mails beantwortet. Das waren die ersten Punkte auf meiner To-do-Liste. Und dann habe ich auch schon die ersten Telefonate mit zwei Bürgern geführt und mit ihnen gleich Termine vereinbart“, berichtet Bassauer.
In Unterlagen einlesen
Schon in den vergangenen Wochen war der neue Verwaltungschef immer wieder im Rathaus gewesen, um sich auf seinen Amtsantritt vorzubereiten. Dennoch bekam er gestern einige Unterlagen von den Mitarbeitern, in die er sich einlesen musste, um auf den aktuellen Stand der jeweiligen Angelegenheiten zu kommen. Dazu diente auch ein erstes Gespräch mit dem Leiter der Bauverwaltung, Nils Helfrich.
Nachdem Berbner als „Vertretungsbürgermeister“ am Freitagabend noch den Haushaltsplan für 2025 in die Gemeindevertretung eingebracht hatte, wird die Verabschiedung des Etats in den nächsten Wochen im Mittelpunkt stehen. „Den werde ich mir natürlich genau anschauen, wenngleich ich durch meine Tätigkeit als Gemeindevertreter schon weiß, was drin steht“, sagte Bassauer. Hier steht für ihn zudem eine Besprechung mit der Fachbereichsleitung an – als Vorbereitung auf die Klausurtagung der Mandatsträger am 15. Februar, bei der der Haushalt beraten wird.
Der Blick wird dann besonders auf die Investitionen gerichtet werden, denn mit dem Neubau des Feuerwehrhauses sowie den Themen Kindergarten und Kläranlage hat die Gemeinde drei große Projekte vor der Brust, bei denen Bassauer vorankommen will, damit die entsprechenden Entscheidungen in den Gremien getroffen werden können.