Hochzeitstrends 2025

Trau(m)hafte Daten: Wann Paare Ja sagen

Sybille Senne und Stefan Rebhan aus Birkenau haben ihr Hochzeitsdatum ganz bewusst gewählt. Was sind die Lieblingsmonate der künftigen Brautpaare? WNOZ hat bei den Standesämtern an der Bergstraße und im Odenwald nachgefragt.

Werden am 2. Mai 2025 (2.5.25) den Bund der Ehe eingehen: Stefan Rebhan (30) und Sybille Senne (28) aus Birkenau. Das Hochzeitsdatum ist bewusst gewählt und hat für das junge Paar eine ganz besondere Bedeutung. Foto: Sybille Senne
Werden am 2. Mai 2025 (2.5.25) den Bund der Ehe eingehen: Stefan Rebhan (30) und Sybille Senne (28) aus Birkenau. Das Hochzeitsdatum ist bewusst gewählt und hat für das junge Paar eine ganz besondere Bedeutung.

Bergstraße/Odenwald. Es soll der schönste Tag im Leben werden: die eigene Hochzeit. Viele Vorbereitungen müssen getroffen werden, etwa Zeitpläne erstellen oder aktuelle Trends heraussuchen. Eine besondere Rolle spielt bei Brautpaaren oft das Datum der standesamtlichen Trauung. So auch bei Sybille Senne und Stefan Rebhan aus Birkenau. Die beiden wollen ihr Leben miteinander verbringen und eine Familie gründen. Doch zuvor möchten sie in diesem Jahr heiraten.

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Der Termin stand relativ schnell fest: Am 2. Mai 2025 (2.5.25) werden sie sich im Birkenauer Standesamt das Ja-Wort geben. „Da müssen wir uns nur zwei Zahlen merken“, sagt die 28-jährige Sybille Senne mit einem Augenzwinkern. Viel wichtiger sei aber die Bedeutung dieses Tages. Denn das Paar kam am 3. Mai 2019 zusammen. „Der 3. Mai ist in diesem Jahr ein Samstag, und da war im Standesamt leider nichts frei. Da hat eine Freundin gesagt, wir sollen doch den 2. Mai 2025 nehmen. Dann können wir immer in unseren Jahrestag reinfeiern. Das fanden wir eine richtig schöne Idee“, erzählt die junge Frau weiter.

Symbolisiert die Unendlichkeit und die Beständigkeit der Liebe: der Ehering. Deswegen wird er bei Brautpaaren gerne als Zeichen der Verbundenheit gewählt und getragen. Foto: Alex Durand Photography
Symbolisiert die Unendlichkeit und die Beständigkeit der Liebe: der Ehering. Deswegen wird er bei Brautpaaren gerne als Zeichen der Verbundenheit gewählt und getragen.

„Verbundenheit war sofort da“

Sie und ihr 30-jähriger Verlobter haben sich übers Internet kennengelernt, obwohl sie in benachbarten Orten aufgewachsen sind: sie in Ober-Mumbach, er in Birkenau. Sie waren auf gleichen Vereinsveranstaltungen und gingen auf dieselbe Schule. „Wir sind uns dort nie bewusst begegnet“, sagt Senne. Doch nach dem ersten Treffen war beiden schnell klar: Das passt. „Eine Verbundenheit war sofort da. Den Antrag machte Stefan mir im vergangenen Juli – am letzten Tag unseres Sommerurlaubs am Gardasee.“

Seither laufen die Planungen für den großen Tag. Das Hochzeitskleid und der Anzug sind bereits ausgesucht, der Brautstrauß ist bestellt, die Einladungskarten werden demnächst verschickt, und die Ringe werden im Februar ausgesucht. „Wir haben uns Listen erstellt und arbeiten diese strukturiert ab. Wir machen das alles zusammen. Familie und Freunde helfen uns dabei“, sagt Senne glücklich.

„Birkenau passt zu uns“

Sie und Stefan haben sich für ihre standesamtliche Hochzeit das Birkenauer Standesamt ausgesucht, „da es einfach zu uns passt. Wir leben in der Gemeinde, haben uns dort vor Kurzem ein Haus gekauft und fühlen uns sehr wohl“. Gefeiert wird mit etwa 55 Gästen in Mackenheim.

Sybille Senne wird an diesem Tag ihren Mädchennamen ablegen; Rebhan wird der künftige Familienname sein. „Wir finden den Gedanken schön, mit unserer Heirat ganz offiziell zusammenzugehören und auch durch unseren Nachnamen verbunden zu sein“, erzählt Senne mit einem Lächeln.

Weiße Rosen, weiße Tischdecke, weiße Stühle - die klassische Farbe für Hochzeiten lässt sich erkennen. Foto: event.deko.exklusiv
Weiße Rosen, weiße Tischdecke, weiße Stühle - die klassische Farbe für Hochzeiten lässt sich erkennen.

Auch der Dezember ist beliebt

Sie und ihr Stefan sind eines von vielen Paaren, die sich in diesem Jahr trauen lassen und die ihre ganz eigene Liebesgeschichte und eine Verbindung zu einem für sie ganz besonderen Tag haben. Wie eine Umfrage unter den Standesämtern im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung zeigt, sind nach wie vor die wärmeren Monate beliebt – mit einer Ausnahme: Auch im Dezember geben sich in der Regel viele Brautpaare das Ja-Wort.

Abtsteinach: In Abtsteinach, der kleinsten Kommune unseres Verbreitungsgebietes, sind für das laufende Jahr bisher zwei Hochzeitstermine vorgemerkt, beide im August. 2024 gab es in Abtsteinach zwölf Hochzeiten; jeweils drei fanden in den Monaten Mai und August statt.

Birkenau: Acht Paare haben sich für eine Hochzeit in Birkenau angemeldet, darunter Sybille Senne und Stefan Rebhan. Beliebtester Monat ist der Juni. Im September, Oktober und Dezember hingegen möchten Paare am wenigsten heiraten. Im vergangenen Jahr sah das bei 14 Hochzeitspaaren anders aus. Die meisten heirateten im Mai, August und Dezember, wohingegen im Februar, April, Juli und September gar keine Trauung stattfand.

Fürth: Die meisten Paare, die sich in der Gemeinde Fürth das Ja-Wort geben, wohnen auch dort. Für dieses Jahr liegen bereits 15 Terminanfragen vor – die meisten davon für den Sommermonat Juli. Im Februar und März hingegen liegen keine Anmeldungen vor. Getraut wird in der Alten Schule und im Forsthaus Almen. Das nahmen im vergangenen Jahr 40 Brautpaare in Anspruch, die vorwiegend im Dezember, mit sieben Hochzeiten, und im Mai, mit sechs Hochzeiten, heirateten.

Gorxheimertal: In Gorxheimertal liegt bisher eine feste Anfrage für eine Eheschließung vor. Die Trauungen finden im Trauzimmer des Rathauses statt. Im vergangenen Jahr ließen sich dort zwölf Paare trauen. Einen Spitzenreiter-Monat gab es nicht; die Trauungen verteilten sich auf das gesamte Jahr.

Mr. und Mrs. - das wird gefeiert. Foto: event.deko.exklusiv
Mr. und Mrs. - das wird gefeiert.

Grasellenbach: Ein relativ kleines Standesamt hat die Gemeinde Grasellenbach. Dort haben sich für das erste Halbjahr 2025 fünf Paare für ihre Hochzeit angemeldet – ein bestimmtes Datum oder ein Monat stechen dabei nicht heraus. Anders war dies im vergangenen Jahr. Am 25. Mai 2024 heirateten gleich drei Paare und machten auch den Mai zum Spitzenreiter – mit insgesamt fünf Hochzeiten. Danach folgte der Juli mit drei Hochzeiten. Insgesamt wurden 22 Trauungen vollzogen, dabei stammten die Paare vorwiegend aus Grasellenbach, aber auch Paare aus dem Frankfurter Raum waren dabei.

Hemsbach: Die erste Hochzeit in Hemsbach in diesem Jahr ist für März vorgesehen – was laut Standesbeamtin Birgit Böhm „etwas ungewöhnlich ist“. Dafür gibt es für Mai zwölf Anmeldungen. Die Eheschließungen finden im Turmzimmer statt, aber auch im Alten Rathaus und in der ehemaligen Synagoge. Die Paare kommen aus Hemsbach, Weinheim, Mannheim und Viernheim.

Im Jahr 2024 gab es in Hemsbach 43 Eheschließungen – davon zwei mit gleichgeschlechtlichen Paaren. Der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt bei 65 Eheschließungen pro Jahr. Spitzenreiter 2024 war der Juli mit neun Eheschließungen; im Januar und Dezember gab es keine, „was besonders für den Dezember ungewöhnlich ist“.

Hirschberg: „Freitag, der 2. Mai, ist bei uns sehr gefragt, da der 1. Mai ein Feiertag ist und viele Standesämter aufgrund des Brückentags keine Trauungen anbieten“, weiß Ann-Kathrin Gärtner, Standesbeamtin aus Hirschberg. Auch der 14. Juni sei sehr beliebt. Bisher verzeichnet das Standesamt für dieses Jahr zehn Trautermine, die meisten im Mai und Juni. Noch keine sind im Januar und März geplant. Neuerungen stehen ebenfalls ins Haus: Aufgrund eines personellen Engpasses kann in diesem Jahr nur noch an einem Samstag im Monat getraut werden. Außerdem wird gerade das Trauzimmer im Rathaus umgestaltet.

Und wie sah es im vergangenen Jahr aus? Da wurden in Hirschberg 30 Paare getraut, wobei die Monate Juni, Juli und Dezember mit fünf Hochzeiten am meisten gefragt waren. Im Januar, März und April fanden keine Trauungen statt. Generell kommen die Paare zu 75 Prozent aus Hirschberg.

Laudenbach: Aktuell gibt es in der Gemeinde Laudenbach keine Hochzeitsanmeldungen für dieses Jahr. Viele Laudenbacher Bürger heiraten in Weinheim oder in Heppenheim, stellt Standesbeamter Jens Roser fest. Dennoch haben im vergangenen Jahr 26 Eheschließungen stattgefunden. Spitzenmonate gab es nicht.

Gerade im Sommer bieten sich Locations im Freien an, um diesen besonderen Tag zu feiern. Foto: event.deko.exklusiv
Gerade im Sommer bieten sich Locations im Freien an, um diesen besonderen Tag zu feiern.

Mörlenbach: „Bei uns treffen die Anmeldungen meist im Februar oder März ein“, teilt Stefanie Dreißigacker vom Standesamt in Mörlenbach mit. Erfahrungsgemäß habe bei den Hochzeitsplanungen die Buchung der Location Priorität. Seit der Corona-Pandemie würden viele Hochzeiten sehr kurzfristig angemeldet. Für dieses Jahr haben sich schon 30 Paare angemeldet. Die meisten wollen im Mai heiraten, die wenigsten im November oder Dezember. Das beliebteste Datum ist bisher der 19. Juli. Getraut werden vorwiegend Paare aus Mörlenbach und dem Kreis Bergstraße. Im vergangenen Jahr sagten in Mörlenbach 81 Paare „Ja“; Spitzenreiter waren die Monate Mai und Dezember mit jeweils neun Trauungen.

Rimbach: Eine statistische Auswertung war in der Gemeinde Rimbach weder für dieses noch für das vergangene Jahr möglich. Grund sind Krankheitsausfälle im Standesamt. Die Mitarbeiter können allerdings für dieses sowie für vergangenes Jahr kein besonders beliebtes Datum benennen. Die Hochzeiten finden im Rathaus im Trauzimmer oder im Adam-Schmitt-Saal statt. Letzterer erfreue sich immer größerer Beliebtheit.

Wald-Michelbach: Spitzenreiter-Monate kann das Standesamt in Wald-Michelbach nicht melden. Es liegen einige Anfragen für Februar vor, ein Monat, „den man ja gewöhnlich nicht unbedingt als Spitzenreiter-Hochzeitsmonat kennt“, erklärt Marion Beutel. Die Trauungen finden im Überwälder Einhaus statt. Es liegen einige Anfragen von Brautpaaren vor, die ihren Wohnsitz nicht in Wald-Michelbach haben. Oftmals sind es jedoch Paare, die früher in der Überwald-Gemeinde gewohnt haben, oder Paare, die gerade zugezogen sind. Ansonsten war 2024 kein außergewöhnliches Jahr mit besonders vielen oder wenigen Trauungen.

Weinheim: 180 Terminreservierungen verzeichnet das Standesamt Weinheim für das laufende Jahr, wobei für den Sommer einige Samstagstermine ausgebucht sind. Auch der Montag, 5. Mai 2025, ist bei künftigen Brautpaaren beliebt – hier haben sich sechs Paare angemeldet, maximal acht Trauungen am Tag sind in Weinheim möglich.

Ausnahmen gab es am 9. September 1999 mit 23 Trauungen oder am 7. Juli 2007 mit 22 Trauungen pro Tag – mit Abstand die beliebtesten Daten im Standesamt Weinheim. 2024 fanden in Weinheim 383 Hochzeiten, davon sieben gleichgeschlechtliche, statt, wobei etwas mehr als die Hälfte der Paare nicht direkt in Weinheim wohnten. Die meisten ließen sich im August und September trauen, hier fanden jeweils 51 Hochzeiten statt. Im Februar gaben sich hingegen nur drei Paare das Ja-Wort.