Gorxheimertal

Umfrage zu Starkregen-Erfahrungen

Laut Zwischenbericht weist der Haushaltsvollzug einen Überschuss von 518 669 Euro auf. Viele Investitionen befinden sich bereits in der Umsetzung, wie die Erstellung einer Starkregenkarte.

Bereits Anfang dieses Jahres hat die Gemeinde Gorxheimertal die Erstellung einer Starkregenkarte beauftragt, die sich gerade in der Umsetzung befindet. Im Zuge der Erstellung findet derzeit eine Umfrage in der Gemeinde statt. Foto: Simon Hofmann
Bereits Anfang dieses Jahres hat die Gemeinde Gorxheimertal die Erstellung einer Starkregenkarte beauftragt, die sich gerade in der Umsetzung befindet. Im Zuge der Erstellung findet derzeit eine Umfrage in der Gemeinde statt.

Der Zwischenbericht des Haushaltsvollzugs 2023 wartet mit positiven Zahlen auf: So kann –zum Stand vom 30. Juni – zum Jahresende mit einem Überschuss von 518 669 Euro gegenüber dem Plan von 129 422 Euro kalkuliert werden. Nach dem derzeitigen Stand werden rund 96 000 Euro Mehreinnahmen eingehen. Bei den Ausgaben sind einige Minderausgaben (–383 000 Euro) und wenige Überschreitungen (circa 90 000 Euro) abzusehen. Darüber informierte Bürgermeister Uwe Spitzer im Haushaltszwischenbericht im Rahmen der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

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Auffällig seien die Reduzierungen beim Einkommensteueranteil (140 000 Euro weniger), der seit jeher mit die wichtigste Stütze zum Haushaltsausgleich bilde. In diesem Jahr könnten diese Ausfälle erfreulicherweise durch die unerwartet positive Entwicklung bei der Gewerbesteuer (107 000 Euro mehr) nahezu kompensiert werden, so Spitzer. „Dabei ändert sich jedoch nichts an der Tatsache, dass das Gewerbesteueraufkommen in Gorxheimertal nach wie vor das weitaus geringste im Kreis Bergstraße sein dürfte“, heißt es weiter im Haushaltszwischenbericht.

Erstellung einer Starkregenkarte

Ein Großteil der Einsparungen resultiere aus dem Bereich Personal, da sowohl bei der Kindertagesstätte, aber vor allem auch im Bauhof Personalausfälle – teils längerfristig –nicht kompensiert werden konnten. Die Gebührenhaushalte bewegen sich in etwa im Bereich der Planung, wobei auffällig sei, dass im ersten Halbjahr die Zahl der Bestattungen überdurchschnittlich gewesen ist.

Die Reduzierung der Pro-Kopf-Verschuldung wurde konsequent weitergeführt. Zeitgleich wurde das Ansparvolumen im Bereich der Pensionsrückstellungen nahezu zu 100 Prozent erfüllt. „Der Haushaltsvollzug 2023 ist die Fortführung einer sparsamen und wirtschaftlichen Finanzpolitik, wie sie gerade jüngst in offizieller Weise vom Landesrechnungshof Hessen testiert wurde. Diesen Weg gilt es fortzusetzen – auch weil es nur fair gegenüber der nachfolgenden Generationen ist“, so Bürgermeister Spitzer.

Bürgermeister Spitzer informierte außerdem über den aktuellen Stand der einzelnen, laufenden Projekte. So befindet sich unter anderem die Erstellung einer Starkregenkarte durch ein Fachbüro in der Umsetzung. Haushaltsmittel in Höhe von 65 000 Euro sind für diese Maßnahme vorgesehen. In seinem aktuellen Bericht gab Spitzer weitere Erläuterungen über die Erstellung der Starkregenkarte. So habe der Gemeindevorstand im Januar dieses Jahres den Beschluss gefasst, mit den Ingenieurleistungen die Weber-Ingenieure aus Darmstadt gemäß ihrem Angebot über rund 60 880 Euro zu beauftragen.

Umfrage online und offline

Das Ingenieurbüro hat der Gemeindeverwaltung im Zuge der Umsetzung vorgeschlagen, in der Gemeinde eine Umfrage vorzunehmen. „Auf Grundlage eines Simulationsmodells werden Regenereignisse mit extremen Niederschlagsmengen simuliert und daraufhin die von Überflutung betroffenen Bereiche im Gemeindegebiet ermittelt sowie flächenhaft verteilte Fließwege mit Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten in Starkregengefahrenkarten visualisiert. Anhand dieser Ergebnisse werden potenzielle Gefahrenpunkte identifiziert, woraufhin gemeinsam konzeptionelle Maßnahmen zur Minimierung des Gefährdungspotenzials erarbeitet werden. Das Vor-Ort-Wissen ist für eine derartige Studie äußerst wichtig. Eine anonymisierte Umfrage soll dazu dienen, die persönlichen Stark-regen-Erfahrungen von den Bürgern der Gemeinde abzufragen. Die Ergebnisse werden unter anderem zur Plausibilisierung der Simulationsmodelle verwendet“, heißt es dazu in den Erläuterungen.

Im aktuellen Sommerbürgerbrief, der bereits an die Haushalte verteilt und auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht wurde, wird ebenso auf die Umfrage verwiesen. Diese ist im Internet veröffentlicht. Zu den Zugangsdaten gelangt man über die Homepage der Gemeinde. Der Fragebogen ist auch in der Verwaltung in Papierform erhältlich. Es wird um Unterstützung dieses Projekts zu einer möglichen Optimierung im Umgang mit künftigen Gefahrenlagen gebeten, wie die Gemeinde im Sommerbürgerbrief schreibt.

Mehr Informationen zur Online-Umfrage gibt es im Internet unter www.gorxheimertal.de