Tromm

Vandalen beschmieren Infotafel

Geopark: Hinweisschild auf der Tromm muss wohl erneuert werden.

Auf der Tromm wurde eine Infotafel des Geoparks Bergstraße-Odenwald mit blauer Farbe beschmiert. Foto: Aloys Dörr
Auf der Tromm wurde eine Infotafel des Geoparks Bergstraße-Odenwald mit blauer Farbe beschmiert.

Aloys Dörr kann nur resigniert den Kopf schütteln. „Für so etwas kann man kein Verständnis haben“, sagt er. Der Grund für seine Enttäuschung und seine Verärgerung ist, dass unbekannte Vandalen die Geoparktafel am Dreimärker-Grenzstein auf der Tromm mit blauer Farbe beschmiert haben.

Offensichtlich handelte es sich bei dem Schmierfink um einen Fan des Fußball-Drittligisten SV Waldhof, denn neben der Aufschrift „SVW 07“ wurde auch das künstlerisch nur wenig gelungene Wappen des Vereins aufgesprüht – und eine kleine „Widmung“ an die verfeindeten Anhänger des 1. FC Kaiserslautern.

Am Weg zur Himmelsleiter

Die Schmiererei ist besonders ärgerlich, weil das Schild an einem der Wege zur Himmelsleiter, dem neuen Trommturm, stehen und so viele Wanderer und Mountainbiker daran vorbeikommen. „Diese Tafel war die erste, die auf meine Initiative in unserer Gemeinde Grasellenbach aufgestellt wurde. Und so sieht sie jetzt aus“, erklärt der langjährige ehrenamtliche Geopark-Mitstreiter aus Hammelbach.

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Die Tafel, die über die „Herrschaftsspuren im Überwald“ informiert, wurde an einem besonderen Ort aufgestellt, denn hier trafen in vergangenen Zeiten drei Herrschaftsgebiete aufeinander, wie auch auf dem dementsprechend „Dreimärker“ genannten Grenzstein zu erkennen ist. „Hier grenzten die Kurpfalz, Kurmainz und die Grafschaft Erbach, in der Linie von Schönberg, aneinander“, erläutert Dörr im Gespräch mit unserer Redaktion.

Anzeige bringt nichts

Inzwischen hat er mit Jochen Babist vom Geopark gesprochen, der sich gestern den Schaden anschauen wollte. „Wahrscheinlich wird es billiger sein, eine neue Tafel zu bestellen, anstatt zu versuchen, sie zu säubern, zumal dann wahrscheinlich auch der Text in Mitleidenschaft gezogen wird“, war Dörrs Vermutung. Ob von Geopark-Seite aus eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet wird, konnte Dörr nicht sagen. „Das bringt ja meistens doch nichts“, meint er nur dazu.