Kreidach

Wieder „Vorhang auf“ für den Kreidacher Sketchabend

Die Kreidacher KSG-Theatergruppe formiert sich neu. Das bisherige, bewährte Sketchformat soll aber beibehalten werden.

Mit ihren Sketchabenden begeisterten die Laienschauspieler der Kreidacher KSG-Theatergruppe ihr Publikum. Während der Coronazeit blieb die Bühne leer, nun wollen sie wieder zurückkehren. Foto: Marco Schilling
Mit ihren Sketchabenden begeisterten die Laienschauspieler der Kreidacher KSG-Theatergruppe ihr Publikum. Während der Coronazeit blieb die Bühne leer, nun wollen sie wieder zurückkehren.

Wieder zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten – und das ohne Dreiakter und professionelle Karriere am Broadway oder in Hollywood. Das wollen die Organisatoren der Theatergruppe der KSG Kreidach. Denn in drei Spielzeiten begeisterten die Laiendarsteller das Publikum in der Mehrzweckhalle mit ihren abwechslungsreichen Sketchabenden.

Doch dann kam das Jahr 2020 mitsamt Corona-Pandemie und Lockdowns. „Die Rollen waren schon verteilt, die Sketche ausgewählt – wir waren startklar“, sagt Organisator Jonas Quick im Gespräch mit unserer Redaktion. „Und irgendwie sind wir dann daran gescheitert, wieder zu starten.“ Aber das hat sich nun geändert.

Im November luden die Organisatoren zu einem ersten, öffentlichen Vorabtreffen ein – etwa zehn bis zwölf Schauspielinteressierte haben sich dabei zusammengefunden, um in der Zeit um Pfingsten wieder ein Programm auf die Beine zu stellen. „Das reicht gerade so“, sagte Quick. Einige „alte Hasen“ seien wieder dabei, aber auch einige neue Gesichter.

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Lange Tradition

Das ist nicht das erste Mal, dass sich die Theatergruppe neu formiert hat. Bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren hat es eine KSG-Theatergruppe gegeben. Nachdem immer wieder erzählt wurde, wie viel Spaß die Schauspieler hatten, kam vor einigen Jahren die Idee, die Theatergruppe wieder ins Leben zu rufen. „Mein Freund Martin Gölz und ich saßen in Wahlen auf der Kerwe und haben darüber geredet. Da dachten wir: Eigentlich könnte man das reaktivieren“, erinnert sich Quick.

Im Jahr 2016 kam das Projekt ursprünglich richtig ins Rollen. „Früher wurde ein ganzes Stück gespielt. Eigentlich wollten wir das genauso machen, aber sind dann auf das Konzept mit den Sketchen gekommen“, erklärt er. Die Vorteile: Weniger Aufwand für die wenigen Schauspieler und damit auch einsteigerfreundlicher. Inspirieren lassen sie sich dabei aus verschiedenen Quellen: von Loriots Klassikern über Webvideos und Fastnachtsbütten bis hin zu Sketchen von Theaterverlagen – angepasst auf das entsprechende Lokalkolorit. Hin und wieder habe es sogar etwas aus eigener Feder gegeben, erklärt Quick. Bis ins Jahr 2019 standen die Hobby-Schauspieler erst zwei-, später sogar dreimal mit ihrem Programm auf der Bühne. Danach lag das Theaterleben während der Coronazeit auf Eis.

Verstärkung willkommen

Im Herbst hat sich „der harte Kern zusammengesetzt und überlegt, wie es weitergehen kann“, erklärt Quick. Aus zeitlichen Gründen mussten zum Beispiel bestimmte Aufgaben neu verteilt werden. Fest steht: Sie wollen weiter an dem bisherigen, bewährten Sketchkonzept festhalten. Als Nächstes steht die Auswahl der Sketche, die aufgeführt werden sollen, und die Rollenverteilung an. Gespielt werden soll einiges aus der Auswahl, die für das Jahr 2020 getroffen wurde, aber auch einiges Neues „Und dann geht es schon an die Proben“, zählt Quick auf. Denn der Premierentag stehe schneller vor der Tür, als man glaube.

Aber: Die Theatergruppe nimmt auch weiterhin neue Interessierte auf. Dabei muss es gar keine große Rolle sein: Ein Auftritt mit wenigen Sätzen ist ebenso möglich wie Hilfe hinter der Bühne oder bei der Bewirtung. „Umso mehr, umso besser“, sagt Quick. Wer Lust habe, mitzumachen, könne noch dazukommen.

Wer bei der Theatergruppe mitmachen möchte, kann sich per E-Mail an jonas-quick@web.de bei Jonas Quick melden.