Rimbach

Wo soll der Weg für Rimbach hinführen?

Bei der Erstellung des Gemeindeentwicklungsplans ist die Beteiligung der Bürger ein zentrales Element. Wie diese erfolgen kann.

Wie soll die Gemeinde sich entwickeln? Rimbach erstellt einen Entwicklungsplan unter Einbeziehung mehrerer Bereiche. Foto: Thomas Rittelmann
Wie soll die Gemeinde sich entwickeln? Rimbach erstellt einen Entwicklungsplan unter Einbeziehung mehrerer Bereiche.

„Wohin möchten wir uns als Gesamtgemeinde künftig entwickeln?“ Mit dieser Frage wird sich die Gemeinde Rimbach in den folgenden Monaten intensiv auseinandersetzen. Dazu sollen Entwicklungsschwerpunkte definiert und Ziele für die künftige Gemeindeentwicklung abgeleitet werden. „Die Beteiligung der Bürger hat dabei einen zentralen Stellenwert“, heißt es dazu jetzt in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

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Warum überhaupt ein Gemeindeentwicklungsplan für Rimbach?

Kommunen stehen heute vor zahlreichen Herausforderungen: (Klima)krisen und deren Bewältigung, ein alters- und gesellschaftsbedingter Wandel, fehlende Ressourcen. „In der Konsequenz sehen sich Kommunen in der Regel mit einem wachsenden Aufgabenberg konfrontiert, ohne dass nötige Ressourcen zur Bewältigung der Aufgaben mitwachsen“, erklärt die Gemeinde. Eine Schwerpunktsetzung in der Gemeindeentwicklung sei daher unverzichtbar.

Ein Gemeindeentwicklungsplan biete dabei nicht nur Entscheidungshilfe für die Gemeindevertretung, sondern sei gleichzeitig auch Gestaltungsinstrument und Orientierungshilfe, unter anderem auch für die Bürgerschaft.

Wie sollen die Ziele des Projektes erreicht werden?

Der Gemeindeentwicklungsplan für Rimbach solle bewusst unter Einbeziehung der Bürgerschaft entstehen. Besonders wichtig dabei sei, wie Bürger die Gemeindeentwicklung bisher bewerten und – noch mehr – wo sie angesichts wachsender Herausforderungen Nachjustierungen erwarten. „Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer zukunftssicheren Strategie für Rimbach, die anhand konkreter Maßnahmen umsetzbar gemacht werden soll“, heißt es in der Mitteilung. Erarbeitet werde das Konzept gemeinsam mit verantwortlichen Akteuren aus Politik und Verwaltung sowie der Bürgerschaft. Fachlich begleitet wird das Projekt von der imakomm Akademie GmbH aus Aalen und Stuttgart.

Wie sehen die Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger aus?

Wichtig für das Gelingen des Gemeindeentwicklungsplans sei die Begeisterung für den Entwicklungsprozess und dessen Umsetzung. „Das Gelingen lebt also von der Beteiligung der Bürgerschaft – und zwar von Anfang an“, schreibt die Verwaltung. Dazu sind im Laufe des Prozesses mehrere Beteiligungsmöglichkeiten eingeplant. Bisher hat sich die Gemeindevertretung getroffen, um zentrale Herausforderungen und erste Leitplanken aus ihrer Sicht zu definieren. Darüber hinaus gibt es eine prozessbegleitende Projektgruppe, bestehend aus Vertretern sämtlicher Interessengruppen – quasi als Abbild der Gemeindegesellschaft.

Außerdem können sich die Bürger direkt einbringen: Dazu wird es in diesem Herbst eine Bürgerbefragung geben. „Diese soll in erster Linie Aufschluss über die Identifikation der Bürger und Bürgerinnen mit Rimbach, und deren Bereitschaft zum künftigen Engagement in der Gemeinde geben, aber auch Handlungsspielräume aufdecken, die aus deren Sicht wichtig sind“, wie Dr. Saskia Goldberg und Anneke Hauser betonen, die zusammen das Projekt-Team seitens der imakomm Akademie bilden.

Parallel zur Bürgerbefragung ist auch eine Unternehmensbefragung geplant. Darüber hinaus sind gezielte Dialogverfahren sowie eine Jugendbeteiligung vorgesehen, ebenfalls im Herbst. Erste zentrale Erkenntnisse aus Beteiligung und Analyse werden im Rahmen einer öffentlichen Bürgerveranstaltung voraussichtlich im Dezember 2023 vorgestellt.

Welche Ansprechpartner gibt es vor Ort?

Erarbeitet wird das Konzept von der imakomm Akademie GmbH aus Aalen und Stuttgart, die mittlerweile über 500 Kommunen vor allem im süddeutschen Raum in Fragen der Städte- beziehungsweise Gemeindeentwicklung begleitet hat. Auf Seiten der Gemeindeverwaltung stehen Susanne Thees und Dietmar Schmittinger als Ansprechpartner zur Verfügung. Bürgermeister Holger Schmitt erhofft sich viel von der Beteiligung der Bürgerschaft: „Eine Priorisierung in unserer Gemeindeentwicklung ist wichtiger denn je. Dies wollen wir gerne und ganz bewusst zusammen mit den Bürgern und Bürgerinnen tun und so gemeinsam die Weichen für die Zukunft stellen.“