Am Donnerstag heulen bundesweit die Sirenen
Am kommenden Donnerstag, 14. September, findet zwischen 11 und 12 Uhr der bundesweite Warntag statt. Auch per Smartphone werden die Menschen alarmiert.
Am kommenden Donnerstag, 14. September, findet zwischen 11 und 12 Uhr der bundesweite Warntag statt. In Weinheim, Hemsbach und Laudenbach sowie in Birkenau und Gorxheimertal werden daher die Sirenen ausgelöst. Bundesweit ertönt zudem ein Alarm auf Smartphones über das sogenannte Cell Broadcast. Das geht aus einer Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim hervor.
In regelmäßigen Abständen organisieren die Feuerwehren Weinheim, Hemsbach und Laudenbach auf lokaler Ebene Sirenenproben, um die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut zu machen. Nachdem im vergangenen Jahr das erste Mal der bundesweite Warntag stattfand, soll dieser sich nun immer am zweiten Donnerstag im September bundesweit stattfinden. Daher werden am Donnerstag ab 11 Uhr wieder die Sirenen heulen, diesmal also nicht nur an der Bergstraße, sondern bundesweit.
Vorausgesetzt, in der Kommune stehen Sirenen zur Verfügung. Denn ein flächendeckendes Sirenennetz ist nicht selbstverständlich. Hirschberg hat zum Beispiel keine Sirenen.
Im Zuge des Kalten Kriegs wurden in den 1960er-Jahren im ganzen Land Sirenen installiert. Viele Nachbargemeinden, etwa Laudenbach, schafften sie in den 1990er-Jahren wieder ab. Der Weinheimer und der Hemsbacher Gemeinderat entschieden sich jedoch, die Anlagen weiter zu betreiben. Eine gute Entscheidung, wie die Entwicklungen in den letzten Jahren durch verschiedene Schadensereignisse wie Naturkatastrophen und Unwetterereignisse zeigen. Während in Weinheim und Hemsbach die Sirenen nur regelmäßig gewartet werden müssen, rüsten andere Kommunen inzwischen wieder nach und bauen ein Sirenennetz auf. So auch die Gemeinde Laudenbach, die inzwischen die Bevölkerung wieder mit Sirenen warnen kann. Neben den Sirenen wird am bundesweiten Warntag auch eine Probewarnung in Form eines Warntextes an alle App-Server, die am Modularen Warnsystem (kurz: MoWaS) des Bundes angeschlossen sind. Diese versenden die Probewarnung zeitversetzt an Smartphones. Dort kann man dann die Warnung lesen und/oder hören.
Familie und Freunde informieren
Die Feuerwehr ruft dazu auf, die Information über den Probealarm weiterzugeben im Kreise der Familie, bei Nachbarn und Freunden. Gerade Kinder und ältere hilfsbedürftige Menschen sollten informiert werden, dass der Probealarm auch über das Smartphone kommen kann. Weitere Vorbereitungen für den zweiten bundesweiten Warntag sind nicht erforderlich.
Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim hat einen Flyer entwickelt, um die Bevölkerung über die Warnsignale der Sirenen zu informieren. Dieser steht auf der Internetseite www.ffw112.de zur Verfügung.