Laudenbach

Beste Stimmung beim Lindenplatzfest

Trotz großer Hitze sind die Bänke beim Lindenplatzfest in Laudenbach voll. Dort gibt es bei der 39. Auflage ein kühles Bier im Schatten, ein Plausch mit dem Nachbarn. Außerdem erfahren die Gäste, wer Kerwepfarrer wird, und begeistern sich am Auftritt einer Gesangsgruppe, die bereits früher Teil des Festes war.

Das Lindenplatzfest bleibt ein Publikumsmagnet: Im kommenden Jahr findet es zum 40. Mal statt Foto: Katrin Oeldorf
Das Lindenplatzfest bleibt ein Publikumsmagnet: Im kommenden Jahr findet es zum 40. Mal statt

Das war mehr als eine gelungene Generalprobe im Vorjahr des 40. Geburtstages des Lindenplatzfestes, zu dem seit der Einweihung des neu gestalteten Platzes 1984 alljährlich der Kerwe- und Heimatverein und die Anwohner einladen und sich stets eines herausragenden Besuchs sicher sein können. So ist es besonders erfreulich, dass auch die zweijährige Corona-Zwangspause der Resonanz nicht schadete. Bereits beim Neustart im vergangenen Jahr gab es nur zufriedene Gesichter. Der rührige Vorsitzende Werner Schmalz zeigte sich nach dem diesjährigen Ablauf geradezu begeistert vom Verlauf und in Anbetracht der Hitze über den guten Besuch.

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Wieder mit dabei beim Lindenplatzfest: der Männerchor des örtlichen Singvereins, dessen Beitrag begeistert aufgenommen wurde. Foto: Katrin Oeldorf
Wieder mit dabei beim Lindenplatzfest: der Männerchor des örtlichen Singvereins, dessen Beitrag begeistert aufgenommen wurde.

So herrschte in Küche und Ausschank Hochbetrieb; die 25 Helfer waren bemüht, an sämtlichen Stationen kurzfristige Staus zügig abzuarbeiten. „Ich kann allen nur ein Kompliment machen“, so Schmalz, den man über den ganzen Tag immer wieder an unterschiedlichen Stellen im Einsatz erlebte. Neben dem breiten Angebot des Veranstalters sorgte ein Eiswagen für eine willkommene Erfrischung. Viele Besucher hatten Schmalz ein positives Feedback gegeben, er konnte sich sogar über drei Neueintritte freuen.

Litt in diesem Jahr ein wenig unter der Hitze: der Flohmarkt. Nur wenige Stände waren beim Lindenplatzfest aufgebaut. Foto: Katrin Oeldorf
Litt in diesem Jahr ein wenig unter der Hitze: der Flohmarkt. Nur wenige Stände waren beim Lindenplatzfest aufgebaut.

Felix Herb neuer Kerwepfarrer

Pünktlich um 14 Uhr ließ Werner Schmalz die Glocke erklingen, um die Gäste – unter ihnen auch Bürgermeister Benjamin Köpfle mit Familie – zu begrüßen und ihnen eine großartige Zeit mit unvergesslichen Begegnungen zu wünschen. Er verwies auf die lange Tradition des Festes. Es sei ihm ein Anliegen, in dessen Rahmen auch neue Traditionen zu begründen und alte „eingeschlafene“ Traditionen wieder aufleben zu lassen. Eine neue Tradition sei die Vorstellung des Kerwepfarrers, eine wiederbelebte der Auftritt des Männerchors des Singvereins 1870, auf den er sich sehr freue.

Als neuen Kerwepfarrer stellte Schmalz Felix Herb vor, der zwar wegen eines Spanienaufenthaltes nicht persönlich anwesend sein konnte, aber eine Botschaft sandte. Er empfinde es als große Ehre, die Kerwe zu repräsentieren, und er werde dies mit Stolz und Freude tun, ließ er wissen. Der 27-jährige waschechte Laudenbacher ist in der IT-Branche tätig. Der neue Parre ist begeisterter Handballer und Wanderer und bei der DLRG in der Jugendarbeit engagiert. Unterstützt wird er von seinem 21-jährigen Bruder Dennis, der als Mundschenk fungieren wird. Ihr Gefolge bilden Sebastian Höhnle, Pascal Schmitterer und Janis Weiß.

Begeisternder Singvereinsauftritt

Als sich am späten Nachmittag der Platz zunehmend füllte, erkannte man in den Reihen viele blaue Poloshirts, in denen sich der Singverein unter Leitung von Thomas Wind, begleitet von Albrecht Wunderle am E-Klavier, präsentierte. Dem Anlass entsprechend sang man zunächst „Der Lindenbaum“, wobei man mit dem Einstiegssatz „Am Brunnen vor dem Tore“ auch an den Ursprung des Festes – das Auffinden des ehemaligen Brunnens – erinnerte. Den von den Comedian Harmonists bekannten Hit „Mein kleiner grüner Kaktus“ ließ man humorvoll folgen, ehe man bei einem Udo-Jürgens-Medley viele bekannte Melodien des unvergessenen Ausnahmekünstlers darbot. Die begeisterten Zuhörer forderten eine Zugabe, und so ließ man „Es klingt ein Lied“ (O Happy Day“) mit Karlheinz Bangert und Edmund Schmitt als Solisten erklingen. Und weil das den Gästen immer noch nicht genügte, ließ man noch das Weinlied „Aus der Traube in die Tonne“ folgen.

Werbung für Auftritt auf Buga

Der Auftritt war eine perfekte Werbung für das Konzert des Singvereins am 28. Juli auf der Freilichtbühne der Bundesgartenschau. Nach dieser Erfahrung dürfte es selbstverständlich sein – und Werner Schmalz lud auch bereits dazu ein, dass der Chor im kommenden Jahr zum 40-jährigen Festjubiläum gesanglich gratulieren wird.