Laudenbach

Wie Felix Herb Kerwepfarrer in Laudenbach wurde

Am Wochenende geht in Laudenbach bei der Froschkerwe die Post ab. Der neue Kerwepfarrer freut sich schon. Am Sonntag hält er seine Rede.

Die Honoratioren zur Froschkerwe am Wochenende. Von links Kerweborschd Yanis Weiß, Kerwepfarrer Felix Herb, Kerweborschd Sebastian Höhnle und Kerwevereinsvorsitzender Werner Schmalz. Foto: Katrin Oeldorf
Die Honoratioren zur Froschkerwe am Wochenende. Von links Kerweborschd Yanis Weiß, Kerwepfarrer Felix Herb, Kerweborschd Sebastian Höhnle und Kerwevereinsvorsitzender Werner Schmalz.

Der 27-jährige Felix Herb ging in den letzten Wochen jeder Spur im Ort nach. Wenn ihm jemand eine lustige Geschichte oder etwas über Pannen erzählte, spitzte Herb die Ohren und hörte es sich alles an. Herausgekommen sind zehn Geschichten, die der neue Laudenbacher Kerwepfarrer dem Volk am Sonntag in seiner Redd präsentieren wird. „Es ist ein bunter Strauß an bunten Geschichten geworden“, sagt der Unternehmensberater.

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Klar, dass der Parre nichts erzählen will. Wie es sich für eine echte Kerwerede gehört, werden auch Vereine und Verwaltung durch den Kakao gezogen. Herb probt schon eifrig. Dies ist gar nicht so leicht, wie er beim Treffen am Froschkreisel verrät. „Ich war zwei Jahre berufsbedingt in Berlin, bin in Stuttgart und in Frankfurt. Da mischen sich Berlinerisch, Schwäbisch und Hessisch. Das muss ich jetzt alles in Laudenbacher Dialekt und Reimform bringen“, schildert er die sprachliche Herausforderung. Er wird sie meistern, wie seinem verschmitzten Grinsen zu entnehmen ist. Überhaupt ist das diesjährige Kerweteam eine wirklich starke, motivierte und zudem sehr junge Truppe. Locker und gut gelaunt präsentieren sich Kerweparre Herb, sein 22-jähriger Bruder Dennis Herb als Mundschenk sowie die Kerweborschde Yanis Weiß (17 Jahre), Pascal Schmitterer (26) und Sebastian Höhnle (18). Für Felix und Pascal stand schon länger fest, einmal diese Funktionen zur Froschkerwe zu übernehmen. „Wir haben vor zehn Jahren die Kerwejugend gegründet. Letztes Jahr waren mein Bruder Dennis und ich Kerweborschde und haben entsprechende Erfahrungen gesammelt. Jetzt sind wir Kerwepfarrer und Mundschenk“, freut sich der 27-Jährige mit seinem Bruder auf die Herausforderung.

Ganz früh beworben

Kerwevereinsvorsitzender Werner Schmalz ist mächtig stolz auf die Truppe. „Der Felix ist übrigens einer, der sich schon ganz früh beworben hat“, erinnert Schmalz. Nach der letzten Froschkerwe kamen drei junge Männer auf die Vorstandsmitglieder zu. Zwei Bewerbungen waren wohl eher in die Kategorie „Aus einer Kerwelaune heraus“ einzuordnen. Bei Felix sah dies anders aus. Er überzeugte beim Bewerbungsgespräch den Vorstand: „Unser Gefühl muss stimmen. Blamiert der Kerweparre uns oder nicht? Hat er ein seriöses Auftreten? Besitzt er den nötigen Spaß an der Sache? Wie steht es mit der Hilfsbereitschaft? Dies galt es zu klären. Bei Felix hat dies gestimmt.“

Kleines Büchlein geschrieben

Und jetzt tritt der 27-Jährige am Sonntag gegen 14.45 Uhr vor die Zuhörer. Eine gewisse Anspannung und Nervosität gibt es schon. Dies werde sich aber legen, ist Herb zuversichtlich. Angst habe er keine, er hat schließlich ein Team hinter sich.

Apropos Team. Die Kerwehonoratioren haben ein kleines Büchlein mit Sprüchen, Liedern und Gedichten verfasst. „Wenn wir von Straußwirtschaft zu Straußwirtschaft ziehen, werden wir dann alles vortragen und singen und die Bürger zum Mitsingen animieren.“ Um auf die Froschkerwe anzustoßen, haben sie natürlich immer ihren Kelch dabei. „Wir trinken Äppelwoi“, gestehen sie. Bier trinken sie selbstverständlich auch, aber dann müssten sie öfters auf die Toilette gehen, lachen sie.

Langer Tisch beim Skiclub

Der Vereinschef lobt die tolle Truppe. Auf die sei Verlass. Genauso wie auf Denis Klefenz vom Skiclub. „Innerhalb von drei Minuten hat er zugesagt, den Langen Tisch am Samstag für die 120 Gäste zu organisieren. Das war sensationell und eine riesige Erleichterung.“

Schmalz kündigt ferner an, wie der neu gestaltete Schillerplatz genutzt werde. Dort finden sich die Feldküche 86, die Gaststätte „Zum Kleintierzüchter“, der Stand von Dr. Wolfgang Fiedler sowie der von Eis- Toni. Leider nicht dabei sind in diesem Jahr die Kegler und die Metzgerei Schöne. Es fehlt das Personal.

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