Weinheim/Lützelsachsen

Brandserie vor Pilgerhaus: Tatverdächtige von Polizei ermittelt

Die ständigen Vorfälle vor der und rum die Behinderteneinrichtung hielten die Feuerwehr auf Trab. Nun vermeldet die Polizei einen Ermittlungserfolg.

Immer wieder mussten die Feuerwehren der Region zu den Bränden vor dem Pilgerhaus ausrücken. Nach der Ermittlung der Tatverdächtigen hat die Serie womöglich ihr Ende genommen, so die Hoffnung der Beteiligten. Foto: Feuerwehr Weinheim
Immer wieder mussten die Feuerwehren der Region zu den Bränden vor dem Pilgerhaus ausrücken. Nach der Ermittlung der Tatverdächtigen hat die Serie womöglich ihr Ende genommen, so die Hoffnung der Beteiligten.

Das Rätsel um die Brandserie vor und um das Lützelsachsener Pilgerhaus wurde gelöst. Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mannheim auf Anfrage der WNOZ erklärt, wurden die Tatverdächtigen durch Zeugenhinweise ermittelt. Weitere Angaben wollte die Pressestelle nicht machen. Nach Informationen unserer Redaktion liegt das daran, dass es sich bei den mutmaßlichen Zündlern, die wiederholt Müllcontainer in Flammen setzten, um strafunmündige Kinder handelt.

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Die wiederholten Brände im Pilgerhaus, eine Einrichtung, in der rund 130 behinderte Menschen leben, hielten die Feuerwehren aus Weinheim sowie Lützelsachsen-Hohensachsen seit Anfang Oktober auf Trab. Die Vorfälle geschahen in immer kürzeren Abständen, schlussendlich brannte es fast täglich. Die jüngsten Einsätze waren am vergangenen Samstag, Sonntag sowie Montag.

Aufatmen im Pilgerhaus

Für Sorgenfalten sorgten die Feuer bei Brandbekämpfern sowie Pilgerhausleitung. Die Angst, dass die Containerbrände eines Tages auf die umliegenden Gebäude übergreifen könnten, war hoch. Und eine Evakuierung der Bewohner ist im Ernstfall aufgrund ihrer teils schwersten Behinderungen ein schwieriges Unterfangen. Bei einem der Vorfälle, einem Brand Mitte Oktober, musste eine Wohngruppe ihre Behausung räumen, weil die starke Qualmentwicklung deren Behausung ausräucherte.

Mit der Ermittlung der Tatverdächtigen ist die Hoffnung der Beteiligten groß, dass die Brandserie endlich ihr Ende gefunden hat. Menschen wurden durch die Feuer keine verletzt. Der Sachschaden bewegt sich nach Polizeiangaben im hohen dreistelligen Bereich. Die Ermittlungen in den Fällen dauern an.